Da hab ich mich am
7.12 mal wieder auf den Weg nach Berlin gemacht, es sollte ins
Huxleys gehen, zu einer Band welche ich 2017 entdeckte und lieben
lernte und welche am 22.09.17 ein neues Album herausbringen sollte.
Die Rede ist von Enter Shikari.
Also ging es mit
einem breiten Grinsen meinerseits, auf zum Hermannplatz und von dort
aus ins Huxleys, einer Location die ich sehr schätze. Kaum
angekommen eröffneten auch schon „Asteroid Boys“ den Abend. Die
Jungs baten dem Publikum eine Mischung aus Rage Against the Machine
und Hacktivist und heizten den Leute damit erfolgreich ein. Nachdem
Ich sie beim Impericon Festival in Leipzig nur nebenbei angehört
hatte, konnten sie mich diesmal wirklich überzeugen und ich konnte
sogar etwas headbangen.
Es folgte „Lower
than Atlantis“ Das Brit-Rock Quartett traff dann schon auf eine
größere Menge von Menschen, da sich das Zuschauerfeld nach und nach
füllte. Vorher habe ich oft gehört, dass AB ziemlich gut gewesen
sein soll, Lower than Atlantis aber sehr lahm und langweilig, dies
konnte ich nicht bestätigen. Schnell bildete sich der erste
Circlepit, der schon eine gute Größe besaß, es wurde getanzt,
geschubst und der Saal wippte durch die Lage der Halle.
Das auch hinter mir
gelassen, ging es relativ pünktlich um 21.30 los mit dem „Enter
Shikari“.
Diese begannen sehr
ruhig, ein großer Bildschirm, der als Backdrop diente, bot einem
großen Radar die Bühne, Sparky (Das Keyboard, welches die Maschine
des Covers von „The Spark“ darstellt) blinkte auch fröhlich vor
sich hin. Dann kamen die 4 Briten, zum Intro „The Spark“ auf die
Bühne und begannen das Konzert mit „The Sights“, schnell war der
ganze Saal in Bewegung und jeder gröhlte mit, es folgte Solidarity,
der Song welcher dann alles brach. Man konnte die Energie greifen,
was auch durch die 4 Briten, vor allem durch Frontmann Rou Reynolds,
kam. Diese bewegten sich auf der Bühne, sprangen auf Boxen und
tanzten zu ihren Liedern, wechselten fliegend Instrumente und
brachten das Publikum nicht wenig zum lachen. Neben Krachern wie
„Radiate“ und „The Last Garrison“ sah man auch Klassiker wie
„Ssssnakepit“, „Antwerpen“ und „Anything can Happen in the
Next Half Our“, wovon die ersten beiden in einem Medley mit 2
anderen Songs gespielt wurden. Nachdem man die Nacken mit „Arguing
with Thermometers“ krachen ließ, verschwand Rou von der Bühne und
tauchte in der Mitte des Saals wieder auf, um an einem Klavier
„Airfield“ und „Adieu“ zu spielen, begleitet von einem Chor
an Fans und Feuerzeugen, war es ein ganz besonderes Erlebnis.
Nach weiteren
Klassikern wie Zzzonked, bekamen wir mit Redshift eine Zugabe und man
endete mit der Party Hymne „Live Outside“. Was blieb war Schweiß,
erschöpfte Knochen und ein noch wesentlich breiteres Grinsen.
Fazit:
Es begann mit dem
Satz „Greetings carbon based lifeforms“ und endete mit einer
verdienten Schockomilch und einem Bueno aus dem nächsten Späti. Ich
hab dieses Jahr viele Konzerte erlebt. Parkway Drive im Doppelpack,
Callejon Release Show, Rammstein, A Day to Remember und andere
grandiose Shows. Ich kann sagen, das Beste kam zum Schluss. Ich habe
viel über Shikari Shows gehört und hatte sehr hohe Erwartungen, nun
sie wurden mehr als übertroffen, eine verdammt gute Setlist (auch
wenn Songs wie Mothership und Ghandi etwas gefehlt haben), ein
Bildschirm welcher jeweils passende Animationen abspielte und das eh
schon fantastische Licht noch besser machte und ein wunderbares,
energiegeladenes Publikum, welches keine Pause brauchte. Das Alles,
machte das Konzert einfach perfekt, ohne Kompromisse, Ich packte mir
also noch Patch und Flagge und setzte mich total zerstört aber
überglücklich in die U-Bahn und fuhr zurück, wo ich komplett
kaputt ins Bett fiel und langsam realisierte, was für eine geniale
Show ich da gerade erlebt hatte. Immer mit dem Ausruf "And still we will be here, standing like statues" im Ohr.
Mehr Fotos:
https://www.instagram.com/herzmensch_concert/


