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What is photography?
Freezing time in a picture
Or just some selfies with a bad fixture?

What is poetry?
A text about a adventure
Or just words written in a lecture?

It may not be equal
Sometimes it isn't good content
But always respect these people
Because it's important.

Wie Musik mir das Leben rettete | Emotionen und Musik

Was ist Musik für dich?
Eine Frage die mir schon des Öfteren gestellt wurde.
Ich weiß nun oft nicht, wie genau ich darauf antworten soll, es gibt für mich keine genaue Antwort auf diese Frage.
Musik ist für mich ein Alltagskiller, ein guter Freund, ein Ersatz für Drogen und auch ein Lebensretter.

© Iolanthe Photography

Nun muss ich letzteres wohl etwas näher erklären. Über die letzten sagen wir 4 Jahre ging es mir in meinem Leben immer und immer schlechter. Meine Familie fechtete einen Krieg untereinander aus, ich hatte Stress in der Schule, hatte Liebeskummer und Menschen die ich liebe/liebte machten mich fertig und brachten mir jeden Abend Trauer und Tränen. Einher damit gingen natürlich die Depressionen, dessen Nachzügler ich noch Heute habe, durch einen weiteren Zwischenfall mit einer Person die mir sehr am Herzen lag und auch immer noch liegt, obwohl diese Person mich sehr fertig gemacht hat und ich glaube, das ihr diese Freundschaft, die sie als sehr wichtig betitelt hat nie etwas bedeutet hat, ich will dieser Person dies absolut nicht vorwerfen und ich glaube auch nicht, dass das stimmt aber ich weiß nicht was ich sonst denken soll...  Ich habe heute depressive Anfälle, welche mich immer wieder komplett fertig machen, manchmal nur für ein paar Stunden, teilweise aber auch tagelang. Traurig bin ich fast jeden Tag, an irgendeinem Punkt...ich schlage gegen Wände, einfach aus dem Affekt, es überkommt mich einfach...ich hab mich dadurch schon des öfteren verletzt und es passiert immer wieder.  Das schlimmste aber, ich habe meinen Vater angelogen, als er fragte ob es mir gut geht...natürlich habe ich ja gesagt, weil es ihn extrem fertig machen würde, wenn er wüsste, dass es mir schlecht geht.
Ich habe mir oft Hilfe gesucht, diese hat aber nie geholfen und hat mich schlussendlich fast in den Suizid getrieben, einfach weil ich keine Kraft mehr hatte mit diesen Leuten darüber zu reden und mir jedes Wort mehr und mehr Kraft raubte, bis es nicht mehr ging.
Halloween 2016 hatte ich wieder diesen einen Gedanken mir etwas anzutun, ich war zu einer Party eingeladen, wollte aber einfach nicht hingehen weil diese eine Person da war.
Also war ich hier in meinen 4 Wänden...ich war noch nie so einsam in meinem Leben.
Ich war oft einsam in meinem Leben, an Geburtstagen, an Weihnachten und...eigentlich immer.
Das liegt einerseits daran, das ich schon früher immer allein war, da meine Mutter arbeiten musste und meine Eltern getrennt leben. Heute liegt es aber eher daran, das mir etwas im Leben fehlt, dieses Gefühl geliebt zu werden, nicht als Kumpel, nicht als Sohn...nein einfach so wie man seinen Partner liebt, ich habe diese Zuneigung noch nie erlebt und so langsam, macht mich genau das fertig.
Genau wegen diesem Gefühl der Einsamkeit das ich nicht mehr stemmen konnte, hatte sich in meinem Hinterkopf der Gedanke mir etwas anzutun breitgemacht, ausgelöst durch familiäre Zwischenfälle und zwei Leuten die ich gern als „Freunde“ betitelte, noch dazu gesundheitliche Probleme bei meinem Vater und dem denken, im meinem Leben, niemals etwas auf die Reihe zu bekommen. Noch dazu ist eine Person, die es sein sollte, wohl kein Stück stolz auf mich.

Was hat mich davon abgehalten mir an Halloween das Leben zu nehmen? Nun es war im Kern das Gleiche wie Anfang 2015. Einerseits eine Nachricht einer mir sehr wichtigen Person genau in diesem Moment, damals von meiner besten Freundin, diesmal von meinem Vater und meinem Bro. Natürlich auch mein gesunder Menschenverstand, von dem ich zum Glück genug besitze oder auch die vielen Bilder von tollen Momenten, auch mit dieser bestimmten Person. Aber an Halloween war es wohl eine ganz besondere Sache, die diesen Gedanken komplett hat zerbersten lassen, eine Zeile...
„Ich tanze wie ein Kind im Nebel, zufrieden weil ohne Ziel.“
Ein Lied, welches mein Leben repräsentiert, von einer Band die mir aus der Seele spricht.
Musik hat mir wohl u.a. an diesem Tag das Leben gerettet.
Das Lied ist von „Callejon“ einer deutschen Metalcore Band und seit mittlerweile einem Jahr, meine Herzensband, die einzige Band die ich wirklich liebe. Das Lied heißt „Kind im Nebel“ es geht um das Nachtrauern der Vergangenheit, einem alten besseren Ich.
Dies tue ich jeden Tag, mich an bessere Zeiten erinnern aber auch weitergehen. Denn jedes Mal wenn ich in meinem Leben stehen bleibe, kommt mir ein weiteres Zitat der Jungs in den Kopf.
„Keine Zukunft, ohne Kampf!“ heißt es in „Blitzkreuz“, dieses Lied hat mir oft geholfen weiter zu gehen.
Einer der besten Abende meines Lebens, das Callejon Konzert Ende Dezember. Mit Tränen bei "Kind im Nebel" und Gänsehaut.
Ich kann nun ewig so weitermachen, kann Lieder zitieren und so weiter.
Ich erzähle aber lieber inwiefern mir Musik noch geholfen hat oder inwiefern sie mein Leben prägt.
So hat sie mich erst vor kurzem wieder sehr traurig gemacht, ich wollte eigentlich auf ein KIZ Konzert gehen, nun kam es aber so das eine gewisse Person da war. Diese Person ist die beste Freundin dieser einen Person die mich fertig gemacht hat, diese hat sie aber nicht allein, sondern mit ihrer besten Freundin gemacht...
Während ich heulend vor meinem Handy saß und versucht hab etwas über Whatsapp zu retten, hat diese beste Freundin alles mitgehört und sich dann irgendwann auch noch eingemischt, ziemlich miese Aktion zu Zweit auf eine mental komplett fertige Person einzureden.
Nun warum bin ich nicht trotzdem gegangen? Weil diese Person mit meiner Begleitung auf dem Konzert war und ich verzichte lieber darauf mit Leuten auf Konzerte zu gehen, die mich fertig gemacht haben, was mich in Kombination mit vielen anderen Problemen fast in den Suizid getrieben hätte. Und Nein, das war nicht nur weil sie mich fertig gemacht haben, bevor mir das irgendwer vorwirft.
Klingt hart, ist es auch und ich sage das definitiv nicht gern. Natürlich waren genug andere Faktoren im Spiel (Der Verkauf des Hauses in dem ich aufgewachsen bin und ein Schlaganfall in meiner Familie) aber mich fertig zu machen und meine Einsamkeit über die Monate zu verstärken, lässt eben solche Gedanken frei und das hat damals die depressiven Anfälle ausgelöst. Nein sie waren nicht Schuld daran, zumindest nicht allein. Ich bin nicht der Mensch der sagt "Du bist Schuld an dem und dem" Im Grunde ist das eh meine Schuld, ich sollte einfach weniger Leuten vertrauen aber mein Vertrauen zu brechen und meine Geheimnisse zu erzählen, das ist echt ekelhaftes Verhalten. Ich bin nicht mal sauer, einfach nur traurig und enttäuscht...es verstärkte seitdem die eh schon stark vorhandenen Verlustängste, die ich nun schon ewig habe...ja ich hatte auch Schuld an dem Knall zwischen uns und war ein Idiot aber das ist noch lange kein Grund jemanden so zu behandeln. Man sollte Niemanden wegwerfen und schon gar nicht ignorieren, damit kann man einem Menschen sehr großen Schaden zufügen.
Was hat das mit Musik zu tun? Nun, es lief „Oskar der Elefant“ in meiner Playlist, mein Lieblingslied von K.I.Z....der Rest erklärt sich von selbst, ich habe deswegen angefangen zu weinen, weil ich mal wieder einen schönen Abend mit meinen Leuten nicht wahrnehmen konnte....
Musik macht mich aber auch durch andere Lieder und Situationen traurig. An meiner Wand über dem Bett hängen 3 Bilder verstorbener Verwandten, alle mit dem „Lebensherz“ , meiner Signatur, umgeben und mit einem Song Zitat darunter. Darauf kam ich, da vor kurzem meine Uroma verstarb, was mich überraschend fertig machte und es noch immer tut.
Meine Oma, die beste Person die in meinem Leben jemals existierte, ist auch darunter.
Sie bekam das Zitat „Bevor du gehst, schau mir noch einmal in meine Augen“ Mal wieder ein Zitat von Callejon. Dazu muss ich folgende Geschichte erzählen, meine Oma wurde 2-3 Tage vor ihrem Tod ins Krankenhaus eingeliefert, die letzte Berührung die wir hatten lief so ab, das sie meine Hand nahm, mir in die Augen sah und mir zunickte, ein Moment von dem ich noch Heute Alpträume habe.

Das Bild meiner Oma, mit dem Zitat und dem Lebensherz
Wegen dieser Geschichte kann ich dieses Lied nicht mehr hören, ohne das sich Tränen in meinen Augen bilden. Es gibt aber auch Lieder die mir ein Lächeln ins Gesicht zauber. Mit Liedern wie „Hero of War“ von Rise Against oder „Gossenpoet“ von Saltatio Mortis erinnere ich mich an tolle Konzert und Reisen. Bad Religion und The Browning erinnern mich an mein erstes Festival und Bands wie die Beatles und Queen erinnern mich an meine Kindheit welche, trotz extremen Mobbings, doch ganz schön war.Bands wie Led Zeppelin oder Rise Against erinnern mich an tolle Freundschaften.
In Verbindung mit den Bildern an meinen Wänden werden diese Gefühle noch einmal verstärkt, so verbinde ich oftmals Bilder, mit einer Band oder einem Lied. Auch Menschen verbinde ich oft mit Liedern, wie gesagt verbinde ich meine Oma mit einem von Callejon und bei meinem Vater läuft immer „Hey Jude“ von den Beatles in meinem Kopf. Es ist sein Lieblingslied und soll ab Mitte des Jahres auch meinen Arm als Tattoo schmücken.
Dies alles ist auch der Grund warum ich Musikwissenschaften studiere. Durch meine Depressionen habe ich mich immer mehr in die Musik geflüchtet und angefangen mich mehr damit zu beschäftigen. Das alles endetet irgendwann mit Videos auf YouTube zum Thema Musik.
Musik ist mein Begleiter in allen Lebenslagen, sie hat mir mein Denken gegeben, die Einstellung und hat mir gezeigt was Gefühle sind. Musik ist für mich das, was Drogen für andere sind. Ich habe alles ausprobiert, habe Grass geraucht, Alkohol getrunken und Ähnliches. Nichts davon konnte mich von Stress befreien oder mich abschalten lassen, es bewirkt bei mir einfach nichts, da kann ich noch soviel rauchen oder trinken, dass hat bisher nur Musik geschafft.
Sie beruhigt mich auf eine Art und Weise die unbeschreiblich ist, Musik ist die einzige Sache, bei der ich für einen Moment die Welt vergessen kann, mal kurz nicht in der grausamen Realität lebe, welche von Depressiven Anfällen, Problemen und Scheiße durchzogen ist, sie zeigt mir wieder, dass das Leben und die Welt auch schöne Seiten hat. Musik ist für mich also wie ein guter Freund und ein schlimmer Feind zugleich, sie ist wie ein Fotoalbum, wie ein zweites Leben. Für mich ist sie nicht nur Ablenkung für eine Zugfahrt, nicht nur Noten auf einem Blatt Papier, nicht nur Frequenzen die aus einer Maschine kommen.
Musik hat mir das Leben gerettet und das kann ich ihr nie zurückgeben.
Es mag nicht das Schönste sein, wenn man im Alter von 20 Jahren schon 3 mal über Suizid nachgedacht hat aber es ist schön, dass ich noch da bin.



Und jetzt noch eine Frage an dich, Was ist Musik für dich?

Videos gefällig?

Ein Video in dem ich etwas mehr über Depressionen rede:
https://www.youtube.com/watch?v=GyzASDqPIxE


Mein Vlog zu Callejon (Link zu meinem Zeug auf YouTube!):
https://www.youtube.com/watch?v=5Cn-tOYkD3E