Einige Bands und
Künstler sind schon etwas Besonderes.
So auch die 3 Jungs
von Heisskalt, welche schon lange in meiner Playlist hausieren aber
nie so viel Aufmerksamkeit bekamen, wie sie eigentlich verdient
hätten! So kam es mir ganz recht, dass sie aus dem Nichts ihr neues
Album „Idylle“, ganz ohne Ankündigung mit nur einer Single.
Mit dem Album bin
Ich noch nicht ganz warm geworden, Ich warte wohl bis die Platte hier
eintrifft und bilde mir dann eine Meinung.
Ich hörte sehr viel
über Heisskalt und vor allem ihre Liveshows wurden immer als
energiegeladen, überraschend und großartig bezeichnet. Also
schnappte Ich mir meine Kamera, packte meine sieben Sachen und machte
mich auf den Weg zum Festsaal Kreuzberg, nach Berlin.
Als Ich eintraf war
die mittelgroße Halle schon gut gefüllt und Irgendwann stolperte
auch der Support auf die Bühne. „Van Holzen“ hatten einen etwas
holprigen Anfang, zumindest wirkte das Publikum so! Nach zwei Songs
hatte sich das allerdings gelegt und die Ersten pogten um die Wette
und es wurde laut mitgesungen.
Ich kennen nun nicht wirklich viel von
den Jungs. Eigentlich nur „Herr der Welt“ was von den Zuschauern
gefordert und auch abschließend gespielt wurde aber Ich werde sie
mir wohl noch einmal genauer anhören, denn was dort geboten wurde,
war wahrlich nicht verkehrt. Zum anheitzen war es auf jeden Fall sehr
gut gewählt. Heizen ist dabei definitiv mehr als gut beschrieben,
bevor Heisskalt die Bühne betrat, hatte es sicher um die 30 bis 35
Grad im Saal. Was der Vorfreude der Fans keinen Abriss tat. Ich war
übrigens überrascht, das viele Altersklassen vertreten waren, Ich
hatte Heisskalt immer so eingeschätzt, dass sie mit ihren
melancholischen und problematischen Texten eher junge Erwachsene
ansprechen, dem war aber anscheinend nicht so!
Gegen 21:20 ging
dann das Licht im Saal aus und der Jubel kannte keine Grenzen, die Jungs von Heisskalt betraten die Bühne. Man
startete auch direkt mit „Bürgerliche Herkunft“, der ersten
Single des neuen Albums. Als die Gitarre einsetzte brachen dann alle
Dämme, die Zuschauerschaft bewegte sich und die Temperatur wuchs
noch einmal. Es war sogar egal, dass die Jungs erstmals als Trio
auftraten, nachdem Bassist Daniel Weber die Band erst vor kurzem
verlassen hatte.
Die ersten 9 Songs
waren „Idylle“ in seiner Gesamtheit, Heisskalt haben ihr neues
Album komplett gespielt, überraschender Weise kannten bereits viele
Fans einen Großteil der Texte. Live ziehen die Songs bei mir ganz
gut, was man nicht von Allen Fans behaupten kann. Einige Stimmen
sagten, dass Ihnen die Show nicht so zugesagt hatte, Einige Stimmen sprachen
sogar von einer totalen Enttäuschung. Das konnte Ich bis dahin nicht
bestätigen!
Den Bruch stellte
dann „Dezemberluft“ in einer veränderten Form da, sehr langsam
und Matthias alleine auf der Bühne, begleitet von Feuerzeugen und
Gesang. Sehr schöner Moment.
So leicht räumte
dann mal etwas auf, die Ruhe weg und das Publikum, welches eh in
Crowdsurfer- und Moshlaune war wurde so richtig angefeuert sich zu
bewegen. Diese riss auch nicht bei „Nacht Ein“, „Nicht anders
gewollt“ oder „Alles Gut“. Man hatte sich einfach das ganze
wirklich Starke und Klassische, für die zweite Hälfte aufgespart,
was wirklich keine schlechte Idee ist aber man hätte „Idylle“
auch mit Unterbrechungen spielen können.
Wir sind bei
vorletzten Song angekommen, hier möchte Ich einmal erwähnen, dass
mir die Zuschauer Interaktion etwas gefehlt hat, wenig Singalongs,
wenig Gerede und Co. Positiv fällt aber immer wieder diese gelassene
Art von Sänger Matthias auf, dieses Ruhige und Witzige, als würde
er am Lagerfeuer sitzen und auf einer alten Gitarre ein paar Lieder
zupfen, sehr angenehm. Das ganze gleicht die fehlende Interaktion
aus! Also vorletzter Song, „Absorber“, ein wahrer Klassiker,
fanden auch die ganzen Fans denn der Jubel war groß.
Als Abschluss wusste
natürlich jeder was kommt, Matthias sagte es sogar noch selbst „Wir
spielen jetzt noch „Hallo“ für euch!“. "Hallo" brach es dann
auch in mir und Ich fand mich singend und tanzend im Festsaal wieder,
glücklich und auf einmal war es mir auch egal, dass der Saal um die
40 Grad hatte. „Hallo“ bildete einen guten Abschluss und Ich ging
pitschnass und voller guter Fotos in die laue Nacht.
Was halte Ich denn
nun von dem Abend, war es eine Enttäuschung? Nein, sicher nicht!
Ich habe natürlich
keinen Vergleich, kenne nur Shows anderer Genres und das Ganze war
etwas Anderes und Neues für mich aber Ich mochte es. Die Fangemeinde
der Band ist einfach toll und die Songauswahl ist auch nicht
schlecht! Ja ein ganzes Album zu spielen ist übertrieben und sehr
ungewöhnlich aber es passt halt zu einer ungewöhnlichen Band wie
Heisskalt!
Es gab keine Show,
keine geplanten Intermezzos oder irgendwelche großen Überraschungen
aber Ich glaube das erwartet auch Niemand bei den Jungs! Sie haben
Alles gegeben, Musik und Menschen glücklich gemacht, was will man
als Konzertbesucher mehr?!
Ob Ich sie mir noch
einmal anschauen würde? Schwierig, Ich denke schon, würde dann aber
darauf hoffen eventuell ein „Mond“ oder „Nicht Gewinnen“
hören zu können!
Mehr Fotos auf: https://www.facebook.com/heartnotephotography/
Danke an SPARTA Booking für die Möglichkeit.





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