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What is photography?
Freezing time in a picture
Or just some selfies with a bad fixture?

What is poetry?
A text about a adventure
Or just words written in a lecture?

It may not be equal
Sometimes it isn't good content
But always respect these people
Because it's important.

Schon gehört? - ZSK - "Hallo Hoffnung"


Nachdem sich ZSK im Jahre 2013 mit ihrem Album „Herz für die Sache“ in den deutschen Punk Rock Olymp manifestiert haben, lies man sich lang Zeit. Tourte hier und da, spielte Headliner Shows und als Support von Swiss oder auch den Donots. (Fotos vom Donots Konzert in Dresden findet ihr hier hust)
In den letzten Monaten wurde es dann aber immer lauter und die Stimmen für ein neues Album wurden mehr und mehr und dann die Ankündigung. Das neue Album hört auf den Namen „Hallo Hoffnung“ und mit der ersten Single „Es wird Zeit“ landete man bereits den ersten Hit.
Ob das ganze Album so eine Hit-dichte hat, möchte Ich euch hier erzählen.





Das Album beginnt direkt mit einem richtigen Hau drauf-Song. Mit „Es müsste immer Musik da sein“ verlassen die Berliner das rockige im Punk Rock und bringen uns einen Punk Song der alten Schule. Sänger Joshi brüllt dabei einen Text darüber, wie wichtig Musik ist und das Musik auch dann da ist, wenn es Niemand sonst ist. Dazu haben wir eine knüppelnde Instrumentierung und einen eingängigen Refrain.


ZSK im März 2018 als Support der Donots
So kann das Album einer Punk Rock Legende starten!

"Unzerstörbar" zieht uns dann wieder in die „Herz für die Sache“ Zeit. Sehr melodisch mit ein paar Schlägen ins Screaming aber weitestgehend clean. Der Song ist sehr kurzweilig und kann als typischer Punk Rock Zweiminuter abgestempelt werden. Geht gut ins Ohr.

Nach „Der Tag wird kommen“ haben wir auch schon „Es wird Zeit“.
Markantes Gitarrenspiel am Anfang und Joshis Stimme setzt wunderbar ein. Nach kurzer Zeit setzt dann alles zusammen ein und verursacht in mir eine Freude, welche zum pogen anregt.
Das Lied widmet sich der Geschichte von ZSK, was auch im Video sehr gut rüber kommt.
Ich sage es jetzt schon, dieser Song wird das „Antifascista“ von „Hallo Hoffnung“!
Der Song ist kurzweilig, gut zum mitgrölen und nimmt sich einem Thema an, welches jeden anspricht, der Vergangenheit. Egal ob gut oder schlecht.

Wo wir schon bei mitgrölen sind, „Keine Lust“ ist ein Punk Rock Worksong. Relativ eingängiger und einfacher Text, über das keine Lust haben auf verschiedenen Dinge und einer einfachen Stakkato-artigen Instrumentierung. Dieser Song wird Live sicherlich sehr gut ankommen, hier finde Ich ihn leider etwas zu langsam um ihn öfters zu hören!




Es folgt „Wut“ und mit „Wut“ begibt man sich in die Fußstapfen der mächtigen Bad Religion. 55 Sekunden geballte Punk Power. Schnell, hart und gehaltvoll lassen ZSK alles raus, was sie ankotzt und brüllen uns ihre Wut entgegen. Ich finde so was ja extrem beeindruckend!


Es folgt der Titeltrack „Hallo Hoffnung“.

„Hallo Hoffnung“ ist wohl der ambitionierteste Song der Platte. Viel Abwechslung, sehr gutes Writing und definitiv eine weitere Hymne der Band. Der Refrain geht in den Kopf und der Song wird nicht langweilig. Trotzdem muss Ich leider sagen, dass er verglichen mit „Es wird Zeit“ und dem Titeltrack des letztens Albums „Herz für die Sache“ leider etwas an Farbe verliert. Er ist nicht eintönig aber kommt leider nicht an die genannten Tracks heran. Trotzdem ein wirklich guter Song!

Nach „Halte durch“ und „Die besten Lieder“ folgt „Make Racists Afraid Again“ und Dinge die gegen Donald Trump sprechen, finde Ich prinzipiell schon mal super.
Das Intro erinnert an Bands wie Anti Flag, was ja auch sehr zum Thema des Songs passt, generell erinnert der ganze Song an die Band aus Übersee.
Und genau damit kann man den Song sehr gut beschreiben. Anti Flag hätte es nicht besser machen können. Der Refrain ist zum mitbrüllen, die Instrumentierung ist eingängig und der Song macht einfach Spass.

Nach dem Bonustrack „1000 Farben“ folgt „Für Dich“ und den Abschluss bildet „Wellen brechen“

Dieser beginnt mit einem Glockenspiel, welches von einer Orgel unterstützt wird. Ungewöhnlich aber nicht schlecht! Der Anfang ist akustisch und Joshi singt mit seiner leicht rauen Stimme auf eine Gitarre. Es setzen weitere Stimmen ein und wir haben eine Ballade der ersten Güteklasse.
Der Song bleibt so und endet mit einer Marschtrommel und einem Chor, auf den die letzten paar Lyrics des Albums gesungen werden. Das ist ein wirklich verdammt guter Abschluss für ein Album und führt und perfekt hinaus aus einet wirklich guten Punk Platte.




Fazit:
ZSK sind einfach eine besondere Band. Eine Band welche es nicht schafft zu enttäuschen, welche sich zwar nie neu erfindet aber ihre Sache immer und durchgehend gut macht. „Hallo Hoffnung“ ist kein perfektes Album aber wer will schon eine Platte, welche keine Macken hat?
Ich mag das Album sehr und kann es jedem der auf etwas härteren Punk Rock steht sehr empfehlen.
Aber auch die die nicht auf so harten Tobak stehen, können gern mal rein hören!


ZSK haben es wieder geschafft! Sie halten mit „Hallo Hoffnung“ die Qualität von „Herz für die Sache“ und spielen sich ein weiteres mal in das Herz der Punk Fans und lassen auch die nicht aus, welche es gern etwas ruhiger haben. Einige Songs fallen unter den Teppich aber das macht sie nicht schlecht!

7.5/10


Das Video zu "Es wird Zeit":



Für mehr Zeug von mir:

Schon gehört? - Chelsea Grin - "Eternal Nightmare"


Wir schreiben das Jahr 2018.
Bands wie Whitechapel und Thy Art is Murder haben sich dem Death Metal zugewandt und Suicide Silence macht, ähm...irgendwas!
Deathcore ist tot.
Komplett tot? Nein, ein paar kleine Bands widmen ihre Diskographie noch immer diesem Genre und dann kommt auch noch der Schock, Alex Koehler verlässt Chelsea Grin. Die Fans befürchten Schlimmes. Ist nun auch noch diese Größe gestorben?
Finden wir es doch heraus, denn die neue Platte der Deathcore Giganten mit dem Namen „Eternal Nightmare“ steht nun schon seit ein paar Tagen in den Läden dieser Welt.


Das Cover verspricht, durch das dunkle Design, eine Fortführung der alten Härte.



Das Album beginnt mit „Dead Rose“.
Düstere Atmosphäre, Ketten und dann Boom, einen Frauenschrei und los gehts.
Ein hartes und langsames Gitarrenspiel gefolgt von einem Schrei, bei dem selbst Sam Carter erschreckt. Tom Barber muss als neuer Frontmann der Band in sehr große Fußstapfen treten und schafft dies mit dem ersten Song schon ganz gut. Dieser ist zwar noch nicht so hart aber bereitet gut auf das vor, was kommen mag.
Dead Rose“ geht in den Refrain über, welche zwar nichts Besonderes ist aber dafür gut ins Ohr geht. Es kommt zu einem Break, Barber lässt den Dämon aus seinem Körper und für den Rest des Songs auch nicht mehr rein.

Mit „The Wolf“ haben wir ein neues Stilmittel, welches immer mal auftauchen soll. Ein technisches Gewummere gibt uns eine Art Takt und die Störgeräusche bleiben uns erhalten. Das Gitarrenspiel nimmt hier vor allem gegen der zweiten Hälfte einen sehr melodischen Klang an, was so gar nicht zu den Brutalo Screams passt aber irgendwie dann wieder doch. Ich mag den Song, auch wenn er wenig im Kopf hängen bleibt.

Nach „Across the Earth“ treffen wir auf „See You Soon“ die Single, welche die Fans hoffen lies, welche ihnen Mut machte, dass sie doch ein Album erwartet, welches Alex gleichkommt.
Der Song legt dabei direkt in bester Suicide Silence Manier los. Es folgen leichte Shouts unterlegt mit Screams. Das Intro gefällt schon mal!
Das zeiht sich durch den ganzen Song, dass macht den Song zwar weniger hart aber um Einiges abwechslungsreicher. Es hört sich etwas so an als hätte man Vitja mit Whitechapel gekreuzt. Der Song sollte auf jeden Fall Live sehr gut kommen, auf der Platte haut er auf jeden Fall schon mal ordentlich rein! Vor allem wenn er gegen Ende noch eine Schippe Härte drauflegt.

9:30 am“ folgt auf dem Fuße, nein dabei handelt es sich nicht um einen Song, für eine Knoppers Werbung sondern eher um den wohl schnellsten Song des Albums. Hier lässt man nämlich alles fallen und findet dahin zurück, wo man sich damals mit „Desolation of Eden“ im Deathcore manifestiert hat. Das ist Deathcore in Reinform! Beatdown Gitarren, verschiedene Arten von Stimmnutzung treffen aufeinander und Ich würde gern aufstehen und dazu headbangen. So erwarte Ich das von einer Deathcore Legende!

Nach „Limbs" und „Scent of Evil“ bekommen wir den Song, der mich überzeugt hat das Album zu kaufen. Die erste Single „Hostage“.
Es handelt sich um einen dieser Songs, welchen man hört und dann nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Das leicht dreckige Geshoute am Anfang und dann die einsetzenden Instrumente, lösen einfach einen Drang in mir aus mitzugrölen. Das erlaubt mir der Refrain dann auch. Ein gebrülltes „HOSTAGE, you‘re not the only one!“ und schon hat man einen Refrain, der im Kopf bleibt.
Dann noch einen Breakdown am Ende, welcher sehr gut vorbereitet wird durch cleanen Gesang und ein leises und gar entspannendes Gitarenspiel nur um die Stille dann mit einen geballten „I THINK I‘M GONNA DIE HERE!“ und einem explosionsartigen Gitarrenriff zu sprengen und den Song auch so zu beenden. Großartig!

Nobody Listened“ schlägt dann wieder eine leicht andere Richtung ein. Der ganze Song ist sehr Thy Art is Murder mäßig. Die Strophen sind relativ langsam und die Growls und Screams sehr akzentuiert, während der Refrain um einiges anzieht. In der Mitte wird dann sogar gesprochen aber wir alle wissen auf was das hinaus läuft. Demon-Breakdown incoming!
Alles in allem einer der wirklich guten Songs des Albums.

Es folgen „Outliners“ und dann die Titelsingle und das Outro „Eternal Nightmare“.
„Welcome to the Eternal Nightmare“ auf diese Ausrufe folgt ein Deathcore-typisches Gitarrenspiel gefolgt von der typischen Grin Abwechslung zwischen Growls und Screams. Das ganze geht dann ohne große Überraschungen drei Minuten so und dann ist auch schon Ende.

Und das ist es, das ist „Eternal Nightmare“.
Wie Ich gerade schon gesagt hatte, ohne große Überraschungen! Aber was erwartet man auch von Deathcore? Generell habe Ich oft gelesen, dass es viele Leuten zu langweilig und zu unerwartet war. Das kann Ich nicht unterstreichen, denn solch ein Album hat man schon lang nicht mehr von einer großen Band in diesem Genre gehört. Die größte Überraschung für mich war es, wie gut Chelsea Grin auch ohne Alex funktioniert.
Ja natürlich, „Eternal Nightmare“ ist kein „Desolation of Eden“ aber ganz ehrlich, hab Ich nicht erwartet und ein ordentliches Brett voller guter Songs ist es trotzdem!

7/10
Definitiv kein Alptraum! Chelsea Grin zeigen noch immer, dass sie eine der Größen des modernen Deathcores sind! Dabei braucht man sich nicht vor der schieren Größe des Alex Koehler zu verstecken.




Falls ihr wissen wollt, wie sich Barber live anhört, hier ein VIdeo:


Für mehr Zeug von mir:
*Klick*

Schon gehört? - Bury Tomorrow - "Black Flame"


Ich habe mich selten auf ein Album so gefreut, habe die Tage gezählt, habe mir Singles immer und immer wieder angehört und musste dann immer noch einen Monat warten.
Ich rede von Bury Tomorrows fünften Album „Black Flame“.
Bury Tomorrow ist einer der Vorreiter in Sachen Metalcore, eine Band welche es einfach noch nicht geschafft hat zu enttäuschen, also wirklich so gar nicht. Kein Album enttäuscht, die Jungs liefern Live jedes mal aufs Neue ab und lassen Eimer von Schweiß zurück. Dementsprechend groß sind die Erwartungen und noch größer werden sie durch die fantastische erste Single, welche ganz simpel den Namen „Black Flame“ trägt.
Ob Bury Tomorrow es erneut schaffen abzuliefern oder ob sie ihr Geheimrezept zum ersten mal versalzen lest ihr in den folgenden Zeilen.


Das Artwork ist schlicht, gefällt nicht jedem aber gibt Schlimmeres.


Mit „No Less Violent“ setzen die fünf Briten direkt die Latte hoch an und sagen uns allein mit dem Titel, dass uns ein Nackenbrecher bevorsteht. Nach einem langsamen und seichten Intro geht es ab Sekunde 18 direkt so richtig zur Sache. Man knallt uns Shouts und Screams um die Ohren und lässt das Haupthaar mit einer brutalen Instrumentation kreisen.
Der Refrain kommt dann nicht weniger ruhig weg. Das gewohnt melodische Stimmchen von Clean-Sänger Jason Cameron findet in Daniel-Winter Bates brachialen Shouts immer wieder eine passende Antwort. Der Refrain geht direkt ins Ohr und bereitet uns gut auf den kommenden Sturm von Metalcore vor.

„Adrenaline“ setzt dann noch eine Härtestufe drauf und lässt das zarte Stimmchen nicht mehr zart sein. Schnellere Instrumente und den gewohnten Bury Tomorrow Sound. Danny growled sich zwischendurch die Seele aus dem Hals und liefert uns generell ununterbrochene Stimmgewalt.
Zum Ende haut man uns noch einen Breakdown um die Ohren, welcher Niemanden ruhig zurücklässt.

Es folgt der Titeltrack, es folgt „Black Flame“.
Musikalisch brauche Ich nichts zu „Black Flame“ sagen. Es ist wohl das Beste, was diese Band jemals von sich gegeben hat! Es ist die Message die Ich hier einmal hervorheben möchte.
Die Jungs hassen VIPs und ähnlichen Mist und haben es nun auch endlich in einen Song gepackt.
„Black Flame, we are the same“ Ein Song gegen all die Intoleranz und Arroganz in dieser Welt. Bury Tomorrow sagen Nein zu Dingen wie Rassismus, Homophobie und Faschismus und das ist auch gut so.
Ich kann diesen Song nicht oft genug hören. Bury Tomorrow hat eine neue Metal-Hymne geschaffen und sie heißt „Black Flame“.




Nach „My Revenge“ stehen wir wohl am Zenit der Härte, es folgt „More Than Mortal“.
Danny wird endgültig zum Dämon und zeigt uns für eine knappe Minuten zu welchen Taten seine Stimme fähig ist. Unterlegt wird das Ganze durch ein treibendes Gitarrenspiel und es folgt ein gar epischer Refrain, in welchem Auch Jason zu Hochtouren anläuft. Nach einer weiteren Strophe folgt ein Breakdown aus dem Bilderbuch, welcher grandios vorbereitet wird und mit einem „FUCK!“ exekutiert wird.
Meine Güte, was ein Song.
Ich möchte hier einfach mal erwähnen wie technisch einwandfrei das Album ist. Kein Kratzen, kein Rauschen, einfach Nichts. Wo „Gravity“ von Bullet For My Valentine sich manchmal etwas schwierig anhört, zeigen uns Bury Tomorrow wie sich ein Album anhören sollte!

Die zweite Singleauskopplung folgt auf dem Fuß.
„Knife of Gold“ bringt uns den wohl schrillsten Scream der Bandgeschichte und Ich fühle mich direkt in die Zeit von „Portraits“ zurückversetzt. Der Song ist unsagbar hart und bis auf den Refrain sehr unmelodisch und soll einfach zerstören, was bis hier noch steht. Der Refrain begibt sich dann in ganz andere Gefilde, so erinnert etwas an Thrash Metal oder auch an einige Bands wie Wovenwar.
Mit „The Age“ haben wir auch die dritte und letzte Singleauskopplung. Ein komplett typischer Bury Tomorrow Song, welcher wohl am besten in die Earthbound-Ära passt. Mehr braucht man dazu auch nicht sagen. Der Song fällt leider auch etwas zurück, im Angesicht von den Knallern die wir bisher hatten aber auch kein Wunder!

Nach „Stormbringer“ und „Overcast“ folgt dann mit „Peacekeeper“ der Abschluss des Albums.
„Peacekeeper“ folgt der Formel von „No less Violent“ und fühlt sich an als hätte man sowohl am Anfang als auch am Ende den gleichen Song, nur etwas anders verpackt. „Peacekeeper“ arbeitet allerdings um Einiges mehr mit cleanen Vocals. Der Song endet mit einer immer leiser werdenden Gitarre und lässt uns schlussendlich alleine zurück.
Nach knapp 40 Minuten brachialster Musik, sitze Ich auf einmal im Leeren und bin traurig, dass es vorbei ist.



Fazit:
Bury Tomorrow können es einfach nicht, sie können einfach nicht enttäuschen. Ich habe oft gesagt, „Black Flame wir mein Album des Jahres!“
Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall aber hier, hier kam der Fall einfach nicht!
Bury Tomorrow zeigen, warum sie eine der wohl beliebtesten Bands in dem Genre sind. Diese bringt Album für Album raus und jedes Mal zeigen sie einigen der großen Bands den Mittelfinger.
„Black Flame“ ist ein neuer Meilenstein im Genre des Metalcores und Bury Tomorrow haben eine weitere Schippe auf das großartige „Earthbound“ draufgesetzt. „Black Flame“ ist das Beste Album, dass diese Band jemals released hat!
Ich sage das bei jedem Album der Briten aber es wird schwer diese Scheibe zu toppen!

9.5/10 Punkten


Mein kleiner Bericht zum Konzert im Musik und Frieden:

Und hier das Video zu "Black Flame":

"Hey Dave? Wie ist es eigentlich, so als Vegetarier?" - Ein Beitrag über Vorurteile, abschätzige Blicke und leckeres Essen


„Hey Dave? Wie ist es eigentlich so, als Vegetarier?“
oder „Du kannst doch gar nichts mehr essen als Veganer!“
oder auch „Hast du nen Schaden?“

Das alles sind Sätze die Ich mir jetzt seit einem Monat anhören muss, von Familie, Freunden und Co. Dazu komische Blicke im Super Markt, wenn man eine Packung Tofu aufs Band legt, während Ronny sein fettes Fertigsteak mit Bacon Füllung vor mir auf dem Band hat. Er guckt mich an, grinst und kichert abfällig. Ich gucke auf sein Steak, gucke ihn an und signalisiere ihm, dass Ich ihn nicht mag, indem Ich mit den Augen rolle und dann eine Augenbraue nach oben ziehe nur um dann wieder auf mein Handy zu gucken, auf welchem noch immer meine Einkaufliste offen ist.
Vor ein paar Wochen noch hätte diese noch so ausgesehen:

-Hackfleisch
-Geschnetzeltes
-Fertigfrass
-Nudeln
-Dosenfutter

Heute sieht sie ungefähr so aus:

-Tofu (Geräuchert und normal)
-Frisches Gemüse und Obst
-Mandelmilch
-Sojafleisch
-Vollkornnudeln
-Vollkornbrot
-Aufstrich
(Alles natürlich Bio)





Ihr könnt jetzt natürlich selbst entscheiden, welche der Listen ihr besser findet.
Kurz und knapp, Ich bin nun seit ungefähr einem Monat Vegetarier, der sogar einen Hang zum Veganismus entwickelt hat. Wie kam das? So hatte Ich Anfang des Jahres noch gesagt, dass Ich NIEMALS auf Fleisch verzichten könnte. Nun, zwei Punkte.

Punkt Eins:
Ich war ja auf dem With Full Force und wir hatten zwei Vegetarier dabei. Im Zuge der Festbankette die wir auf diesem Festival aufbauten, bestehend aus Dosenfutter und als besonderen Festschmaus natürlich auch Gegrilltes, probierte Ich zum ersten mal eine Vegetarische Wiener und man, die war echt gut.

Punkt Zwei:
Wir haben in der finalen Folge eines mittlerweile toten Podcasts mal wieder über allerhand Intoleranz geredet. Natürlich auch über das Thema Veganer und Co.
Kurz davor hatte Ich ein weiteres Schockvideo gesehen, welche mich eh schon seit langem zum Zweifeln bringen und mich immer und immer weniger Fleisch essen ließen. Im Zuge dieser Folge habe Ich irgendwann einfach gesagt, dass Ich ab jetzt einfach vegetarisch lebe.
Nun sitze Ich hier und schreibe an diesem Blog hier. Eigentlich wollte Ich das nicht tun, weil es für mich nichts Besonderes ist, so zu leben. Aber da viele viele Leute noch immer Vorurteile streuen, Leute wie Ronny, muss Ich mal ein paar Sachen klären. Und da Ich nicht einfach nur Menschen beleidigen will, mache Ich einfach einen allgemeinen Blog darüber.




Punkt Eins: „Dann hat man ja gar nichts mehr zu Essen!“
Falsch!
Erstmal hätte Ich auch was zu essen, wenn Ich einfach in ein Stück Holz beißen würde.
Aber diese Aussage ist im Bezug auf Vegetarier und Veganer genauso dumm!
Nur weil wir kein Fleisch und/oder tierische Produkte mehr zu uns nehmen, essen wir also gar Nichts?
Nun, anscheinend sind Salate, Gemüse, Obst und Ähnliches nichts zu Essen. So wie Soja, Tofu, Nüsse und Co. Dazu gibt es Produkte wie die veganen Chicken Nuggets von einer sehr großen Firma, die einfach mehr nach Fleisch schmecken, als alle „normalen“ Nuggets! Das ganze gilt für Viele dieser Produkte, sie schmecken einfach nicht chemisch, nicht wie Fließband Fleisch.
Erstes Argument ist also widerlegt!

Punkt Zwei: „Das ist doch ungesund, so zu leben!“
Das ist so mit der dümmste Punkt, der mir ins Gesicht geworfen wurde. Dieser kam vorwiegend von Menschen die keine Zigaretten sondern Schachteln rauchen und Alkohol nicht in Maßen sondern in Massen trinken.
Ja Fleisch und Fisch können durchaus gesund sein aber warum genau baut die Lebensmittelindustrie Fleischprodukte nach? Einfach weil sie es ästhetisch finden? Nein, dass man genau diese Nährstoffe eben auf eine andere Art und Weise bekommt. Mir persönlich geht es körperlich besser, seitdem Ich auf dieses ganze Fertigzeug und das restliche Fleisch verzichte!
Außerdem mache Ich das ganze nicht, weil ich gesünder leben will, das könnte Ich auch mit Fleisch. Ich mache es aus einem moralischen Standpunkt!

Punkt Drei: „Das ist doch viel teurer!“
Teilweise richtig! Es ist teilweise, ETWAS teurer. Teilweise aber auch billiger, Hackfleisch zum Beispiel ist um einiges billiger, Tofu hält für mehr als zwei Mahlzeiten und die Gewürze die man sich zulegen sollte, kauft man einmal und behält sie dann für zwei bis drei Monate. Der Rest ist etwas teurer, so um die 50-60 Cent, manchmal ein Euro.
Wenn ihr jetzt sagt „Das rentiert sich!“ sind wir erstens keine Personen aus einem Mathebuch, welche 57 Packungen Grillkäse kaufen. Und zweitens, eventuell solltet ihr mal weniger Zigaretten kaufen und auf Bier und Co. verzichten, dann habt ihr das Geld!

Also lasst euch nicht von Vorurteilen verunsichern, wenn Ihr euch dafür interessiert und es schon immer mal probieren wollt, macht es wie Ich. Kauft ein veganes oder vegetarisches Kochbuch und kocht etwas daraus nach, ihr werdet sehen, dass es nicht sehr viel mehr kostet und teilweise um einiges besser schmeckt!





Diese Bolognese zum Beispiel, sie besteht aus Tofu, viel Gemüse, Gewürzen und einigen weiteren Zutaten und schmeckt so unfassbar großartig und fruchtig. So großartig dass Ich nie wieder eine andere Bolognese essen möchte.


Oder dieser Eiersalat hier.
Alle Leute die sagen, Tofu schmeckt ihnen nicht, sind einfach dumm. Denn Tofu schmeckt nach dem, was du möchtest. Tofu nimmt jeglichen Geschmack an, den man ihm aussetzt. Hier zum Beispiel mit Senf, Schnittlauch und Kurkuma. So schmeckt das ganze nach Es und fühlt sich auch so an.
















Dieses Rezept hab Ich euch mal verlinkt.
Kichererbsen Tajine, schmeckt nach Geschnezeltem, mit Brot unfassbar großartig!
Die Zutaten zu finden ist etwas schwerer aber bei weitem nicht unmöglich.





























Also mein Fazit:
Es ist wie mit Vielem in der Welt, Vorurteile machen das ganze sehr kaputt.
Und viele werden es weird finden und falsch, wenn Ihr das macht. Sie werden euch aufziehen ABER das Ganze wird schnell aufhören, wenn ihr es trotzdem durchzieht! Lasst euch nicht verunsichern, ihr könnt schließlich tun und lassen was ihr wollt. Bis jetzt habe Ich auch noch keine Probleme, bis auf ein paar Zutaten, welche Ich einfach nicht in einem normalen Super Markt finde und spezielle Zutaten, wie bestimmte Arten von Muss die wirklich teuer sind (aber gehören auch nicht unbedingt zum Veggie Lifestyle).
Meine Mutter hat mich deswegen „bescheuert“ genannt aber Ich fühle mich so wohl und das ist das Wichtigste!

Habt ihr Erfahrungen mit dem Thema gemacht, als Vegetarier oder Veganer? Wie wurde das in eurem Kreis aufgenommen?

Schreibt mir doch ne Mail an daveheartnote@googlemail.com oder schreibt einfach auf Instagram @ihr_gossenpoet. Ich würde mich freuen, mich auszutauschen!



Der Rezept zum Tajine:
https://www.petazwei.de/vegane-kichererbsen-tajine

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