Wir schreiben das
Jahr 2018.
Bands wie
Whitechapel und Thy Art is Murder haben sich dem Death Metal
zugewandt und Suicide Silence macht, ähm...irgendwas!
Deathcore ist tot.
Komplett tot? Nein,
ein paar kleine Bands widmen ihre Diskographie noch immer diesem
Genre und dann kommt auch noch der Schock, Alex Koehler verlässt
Chelsea Grin. Die Fans befürchten Schlimmes. Ist nun auch noch diese
Größe gestorben?
Finden wir es doch
heraus, denn die neue Platte der Deathcore Giganten mit dem Namen
„Eternal Nightmare“ steht nun schon seit ein paar Tagen in
den Läden dieser Welt.
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| Das Cover verspricht, durch das dunkle Design, eine Fortführung der alten Härte. |
Das Album beginnt
mit „Dead Rose“.
Düstere Atmosphäre,
Ketten und dann Boom, einen Frauenschrei und los gehts.
Ein hartes und
langsames Gitarrenspiel gefolgt von einem Schrei, bei dem selbst Sam
Carter erschreckt. Tom Barber muss als neuer Frontmann der Band in
sehr große Fußstapfen treten und schafft dies mit dem ersten Song
schon ganz gut. Dieser ist zwar noch nicht so hart aber bereitet gut
auf das vor, was kommen mag.
„Dead Rose“
geht in den Refrain über, welche zwar nichts Besonderes ist aber
dafür gut ins Ohr geht. Es kommt zu einem Break, Barber lässt den
Dämon aus seinem Körper und für den Rest des Songs auch nicht mehr
rein.
Mit „The Wolf“
haben wir ein neues Stilmittel, welches immer mal auftauchen soll.
Ein technisches Gewummere gibt uns eine Art Takt und die
Störgeräusche bleiben uns erhalten. Das Gitarrenspiel nimmt hier
vor allem gegen der zweiten Hälfte einen sehr melodischen Klang an,
was so gar nicht zu den Brutalo Screams passt aber irgendwie dann
wieder doch. Ich mag den Song, auch wenn er wenig im Kopf hängen
bleibt.
Nach „Across
the Earth“ treffen wir auf „See You Soon“ die
Single, welche die Fans hoffen lies, welche ihnen Mut machte, dass
sie doch ein Album erwartet, welches Alex gleichkommt.
Der Song legt dabei
direkt in bester Suicide Silence Manier los. Es folgen leichte Shouts
unterlegt mit Screams. Das Intro gefällt schon mal!
Das zeiht sich durch
den ganzen Song, dass macht den Song zwar weniger hart aber um
Einiges abwechslungsreicher. Es hört sich etwas so an als hätte man
Vitja mit Whitechapel gekreuzt. Der Song sollte auf jeden Fall Live
sehr gut kommen, auf der Platte haut er auf jeden Fall schon mal
ordentlich rein! Vor allem wenn er gegen Ende noch eine Schippe Härte
drauflegt.
„9:30 am“
folgt auf dem Fuße, nein dabei handelt es sich nicht um einen Song,
für eine Knoppers Werbung sondern eher um den wohl schnellsten Song
des Albums. Hier lässt man nämlich alles fallen und findet dahin
zurück, wo man sich damals mit „Desolation of Eden“ im
Deathcore manifestiert hat. Das ist Deathcore in Reinform! Beatdown
Gitarren, verschiedene Arten von Stimmnutzung treffen aufeinander und
Ich würde gern aufstehen und dazu headbangen. So erwarte Ich das von
einer Deathcore Legende!
Nach „Limbs"
und „Scent of Evil“ bekommen wir den Song, der mich
überzeugt hat das Album zu kaufen. Die erste Single „Hostage“.
Es handelt sich um
einen dieser Songs, welchen man hört und dann nicht mehr aus dem
Kopf bekommt. Das leicht dreckige Geshoute am Anfang und dann die
einsetzenden Instrumente, lösen einfach einen Drang in mir aus
mitzugrölen. Das erlaubt mir der Refrain dann auch. Ein gebrülltes
„HOSTAGE, you‘re not the only one!“ und schon hat
man einen Refrain, der im Kopf bleibt.
Dann noch einen
Breakdown am Ende, welcher sehr gut vorbereitet wird durch cleanen
Gesang und ein leises und gar entspannendes Gitarenspiel nur um die
Stille dann mit einen geballten „I THINK I‘M GONNA DIE
HERE!“ und einem explosionsartigen Gitarrenriff zu sprengen
und den Song auch so zu beenden. Großartig!
„Nobody
Listened“ schlägt dann wieder eine leicht andere Richtung ein.
Der ganze Song ist sehr Thy Art is Murder mäßig. Die Strophen sind
relativ langsam und die Growls und Screams sehr akzentuiert, während
der Refrain um einiges anzieht. In der Mitte wird dann sogar
gesprochen aber wir alle wissen auf was das hinaus läuft.
Demon-Breakdown incoming!
Alles in allem einer
der wirklich guten Songs des Albums.
Es folgen
„Outliners“ und dann die Titelsingle und das Outro
„Eternal Nightmare“.
„Welcome to the
Eternal Nightmare“ auf diese Ausrufe folgt ein Deathcore-typisches
Gitarrenspiel gefolgt von der typischen Grin Abwechslung zwischen
Growls und Screams. Das ganze geht dann ohne große Überraschungen
drei Minuten so und dann ist auch schon Ende.
Und das ist es, das
ist „Eternal Nightmare“.
Wie Ich gerade schon
gesagt hatte, ohne große Überraschungen! Aber was erwartet man auch
von Deathcore? Generell habe Ich oft gelesen, dass es viele Leuten zu
langweilig und zu unerwartet war. Das kann Ich nicht unterstreichen,
denn solch ein Album hat man schon lang nicht mehr von einer großen
Band in diesem Genre gehört. Die größte Überraschung für mich
war es, wie gut Chelsea Grin auch ohne Alex funktioniert.
Ja natürlich,
„Eternal Nightmare“ ist kein „Desolation of Eden“
aber ganz ehrlich, hab Ich nicht erwartet und ein ordentliches Brett
voller guter Songs ist es trotzdem!
7/10
Definitiv kein
Alptraum! Chelsea Grin zeigen noch immer, dass sie eine der Größen
des modernen Deathcores sind! Dabei braucht man sich nicht vor der
schieren Größe des Alex Koehler zu verstecken.
Falls ihr wissen wollt, wie sich Barber live anhört, hier ein VIdeo:
Für mehr Zeug von mir:
*Klick*

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