Willkommen in der Welt, ohne Notenlinien und Taktstriche

Sieh dies als die Startseite an, mach dir nen Tee, hör den Podcast und lies ein paar Zeilen.
Es wird immer der neuste Post angezeigt (Solltest du dich auf der Startseite befinden), den Rest findest du da unten im Archiv oder ausgewähltes auch an der Seite.
Diese Seite wird ständig bearbeitet, also wundert euch nicht, wenn es auf einmal komplett anders ist.
Jetzt viel Spass.


What is photography?
Freezing time in a picture
Or just some selfies with a bad fixture?

What is poetry?
A text about a adventure
Or just words written in a lecture?

It may not be equal
Sometimes it isn't good content
But always respect these people
Because it's important.

Schon gehört? - Ice Nine Kills - "The Silver Scream"


Viele von euch haben sicherlich noch nie von der Gruppe ICE NINE KILLS gehört.
Diese sind auch in unserer Gegend kaum bekannt und konnten mit ihren bisherigen Metalcore-Horror-Tiraden auch nie wirklich stark überzeugen. So hatte ihr letztes Album „Every Trick in the Book“ zwar einige gute Songs, blieb aber vor allem in Sachen Abwechslung relativ blass, obwohl die Stimme von Frontmann Spencer eine sehr aggressive ist, welche sich vor allem durch ihre schrillen Screams auszeichnet.
Mit ihrem neuen Album „The Silver Scream“ widmen sie sich aber nun ganz anderen Sachen, so war auf ihrem letzten Album mit „Me, Myself and Hyde“ bereits ein Track drauf, welcher einem Klassiker der Thriller und Horror Schiene gewidmet war. Diese Prämisse hat man nun genommen und in ein ganzes Album gewandelt. Das führt zu Tracks wie „Thank God It‘s Friday“ („Friday the 13th“), „The Jig is Up“ („SAW“) oder auch das lange erschienene „Enjoy your Slay“ welches an „The Shinning“ angelehnt ist. Die ganzen Anspielungen sind der absolute Wahnsinn und man findet auch beim vierten Hören noch etwas neues heraus.
Kommen wir aber zur Musik.


Mit „The American Nightmare“ und „Thank God it‘s Friday“ haben wir direkt die ersten beiden Singles. Während mich Ersterer damals wenig überzeugen konnte, haut er im Konvolut gut rein und ist ein gutes Intro, während Zweiterer dann direkt einen Höhepunkt bezeichnet. Mit seinem akustischen Anfang und dann der Bombe, in der der klassische INK-Sound einsetzt. Direkt werden uns brutale Shouts und Screams entgegengesetzt, die man sonst nur selten im Metalcore findet und eher im Deathcore suchen sollte. Unterstrichen durch Voicesamples aus den Filmen und dem gar epischen Chorus lässt man den Rezipienten direkt sprachlos zurück.
Stabbing in the Dark“ lässt ebenfalls keine Zeit zum Luft holen. Spieluhr Intro und fantastische Narration von Spencer, die die Geschichte von „Halloween“ erzählt. „Day after day, knife after knife“ wird uns entgegengeworfen und wieder haben wir einen gar epochalen Refrain. Nach diesem folgt dann ein Breakdown mit einem schiefen Klavier in Moll, ein klassisches Horror-Klischee.
Nach „SAVAGES“ folgt die schon angesprochene „SAW“ Referenz „The Jig is Up“ welche nicht nur wesentlich härter ist als seine Vorgänger ist, sondern auch sehr an das alte Chaos erinnert, was hier aber so überhaupt nicht stört. Auch treibt man hier die „Flashbacks“ an die Filme auf einen Gipfel, mit den klassischen „Game Over“ Samples und Ähnlichem.
Nach der dritten Single „A Grave Mistake“, „Rocking your Boat“ und der Hitsingle „Enjoy your Slay“ folgt mit „Freak Flag“ ein Bruch und sehr anderer Song.
Gesang der etwas an MANSON erinnert und ein sehr gediegener und leiser Song. Hier zeigt uns Spencer mal etwas, dass auch seine Clean Vocals ziemlich gut und trotzdem „horrifying“ sind. Der Refrain tut sein Nötiges dazu bei und wir haben einen Song, der sich trotz seiner Divergenz sehr gut in das Gesamtwerk einfügt.
Nach „The World in My Hands“ haben wir mit „Merry Axe-Mas“ tatsächlich eine Art Weihnachtssong, Dieser beginnt mit Glockenspiel und behält dieses auch durchgehend, was einfach wieder die Abwechslung unterstreicht, die dieses Album und diese Grupp aufweisen. Sie mischen hier einfach Alles, Ruhe, Chaos, Witz, Experimentelles, einen Deathcore-Breakdown und alles andere. Meine Güte, dieser Song ist der Wahnsinn.
Es folgt „Love Bites“ eine Ballade, welche ebenfalls sehr typisch für die Band ist. „Tess-Timony“ war einer meiner Lieblinge des letzten Albums, weil es einfach etwas ganz anderes ist und Spencer eine fantastische Stimme hat. Mit Chelsea Talmadge, welche vor allem durch „Stranger Things“ bekannt wurde, holt man sich dazu noch eine wahnsinnig schöne Stimme dazu und der Twillight-Soundtrack ist perfekt
Das fällt generell auf, INK passen ihre Songs sehr an den persiflierten Film an und fangen damit dessen Stimmung ein. Die Songs könnten teilweise wirklich zu den Filmen gemacht sein, was man besonders bei „Love Bites“ merkt.
Mit „IT is the End“ gibt man mir dann nochmal einen schönen Kick, Ich liebe IT und alles was damit zu tun hat sehr. Und man Spencer als Pennywise ist super gruselig aber auch verdammt gut getroffen.
Der Song ist eine Minute lang nur gesprochen und dann geht es so richtig los, Spencer performt den Song als Pennywise, mit einer verzerrten, verrückten Stimme seiner selbst, Zirkusmusik und Clownsgeräuschen. Der Song ist pure Gänsehaut und besser kann man dieses Album nicht beenden. Schnell, anders und einfach einfallsreich.

Fazit:
ICE NINE KILLS waren für mich gewöhnungsbedürftig. Ihre Diskographie besteht aus Sehr guten und sehr öden Songs, vieles klingt gleich und wenig prägt sich rein. Dann kam „The Silver Scream“.
Die Anspielungen, das Musikalische, die Abwechslung, die ganzen Gastauftritte, einfach das ganze Paket. Dieses Album macht genau Nichts falsch, weder musikalisch, noch textlich oder sonst was. Dieses Album ist ein Meilenstein des Metalcores und wird die Jungs in ganz andere Dimensionen bringen!

10/10 Punkten
ICE NINE KILLS haben es endlich geschafft und gezeigt, wie man ein Album macht und haben die teils öden immer gleichen Brutalo-Hymnen daheim gelassen.
Mit „The Silver Scream“ bringen sie uns ein verstörendes Horror-Manifest, welches diese Musikwelt nicht so schnell vergessen wird!

Ich lege euch hier auch die Musikvideos zu den Songs ans Herz, diese ergeben einen Film, welcher alle Anspielungen vereint und das leicht einer Hollywoodproduktion!

Hier Teil 1 „The American Nightmare“:



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen