Chaos ist ein Wort,
welches man in der Musik nicht oft hört, zumindest nicht in einem
guten Kontext. THE HIRSCH EFFEKT zelebrieren dieses Chaos nun
mittlerweile seit Zehn Jahren und füllen damit Clubs und bringen
diese, mit ihrem Artcore, zum schwitzen.
Zur Feier des
Jubiläums, haben sie sich auf eine Anniversary-Tour begeben und Ich
habe den Stopp in der Scheune in Dresden gewählt, um die Jungs
erneut Live zu erleben.
Kaum angekommen
stieg auch schon der erste Support des Abends auf die Bühne.
CEDRIC aus
Dresden spielen sich mit ihrem Postpunk in die Herzen von ein paar
Zuschauern, was auch an dem Tenor des Sängers liegen mag. Dessen
Stimme erinnert mich etwas an die Stimme von Josh Homme, seines
Zeichens als Stimme der QUEENS OF THE STONE AGE tätig.
Aber nicht nur das
überzeugte sondern auch die eingängigen Instrumente und die pure
Energie.
CEDRIC haben
es geschafft die Menge anzuheizen und das ist das Wichtigste, für
einen Support!
Nach kurzer
Umbaupause, kam dann auch schon die zweite Vorband auf die Bühne und
das melodische und Geordnete, welches Cedric aufgebaut hatte, war mit
einem Schlag vorbei.
LINGUA NADA
betrat die Bühne und spielte einen „Song“ welcher ungefähr Acht
Minuten feinstes Chaos aus Geschrei, wirren Instrumenten und dann
doch melodischer Melancholie enthielt.
Zuerst wusste Ich
nicht, was Ich davon halten soll. Ich überlege es auch weiterhin.
Jedoch gefällt mir die Skurrilität, welche sehr zu THE HIRSCH
EFFEKT passt.
Ihre weiteren Songs,
waren dann sogar geordneter und man konnte eine Struktur erkennen,
dass gefiel mir dann schon um einiges mehr, da man es mit einer
erkennbaren Mischung aus Punk und Core zu tun hatte.
Wenn Euch irgendwas
davon anspricht, hört doch mal rein!
Eine sehr kurze
Pause später, ging es auch los mit dem Hauptact aus Hannover.
THE HIRSCH EFFEKT
starteten mit einem Intro, welches um die 3 Minuten Länge hatte.
Dieses Intro endete
dann in „Zoetrop“ und die
Hölle brach los. Nils und Ilja verstehen es ihre Stimmen auf der
Bühne einzusetzen und bringen tonale Wechsel zustande, von welchen
so manche Deathcore Band träumt.
Da
wir es mit einer Anniversary Tour zu tun hatten, war auf der Setlist
alles vertreten. Von dem schon erwähnten „Zoetrop“
über „Ligaphob“
bis zu den populären Songs wie „Lifnej“
und „Epistel“.
Man spielte sich chronologisch durch die Diskographie, was jeder
sehen kann wie er will. Ich, als jemand der die Band seit ca. einem
halben Jahr wiederentdeckt hat, fand es ziemlich interessant die
Entwicklung zu sehen. Sagen wir es kurz, die Texte änderten sich,
das Chaos nicht.
Chaos
kann man generell nicht oft genug sagen, wenn man über die Band
redet. Flackerndes Licht im ganzen Raum, Bewegung überall, die Musik
zu krass für einen Moshpit, das ist Math- (Bzw. Art-) Core in
Reinform. Es gab sogar einige Überraschungen, so spielte man den
Song „Datorie“
Akustisch inklusive Cello und wunderschöner und ruhiger Stimmung in
der Scheune.
Es
gab Nebel, Fontänen und wenige Ansagen, die aber auch in der Masse
nicht gepasst hätten.
Für
dieses Konzert hatte Ich im Nachhinein nur zwei Worte, „Krank“
und „Großartig“.
Fazit:
THE HIRSCH EFFEKT
sind nicht für jedermann!
Die
deutschsprachigen THE DILLINGER ESCAPE PLAN
machen ihrem Ruf alle Ehre und liefern ein Konzert der Extraklasse
ab. Mit ihrem technischen Gespiele und dem Strobolicht, schaffen sie
eine Faszination, welche sich mir lange nicht erschlossen hat. Es
brauchte erst ein Konzert, damit es KLICK
macht und Ich bin froh, dass es endlich passiert ist.
Wenn
ihr mal Lust auf ein Konzert habt, welches etwas andere ist. Guckt
euch doch einfach mal THE
HIRSCH EFFEKT
an!
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