Willkommen in der Welt, ohne Notenlinien und Taktstriche

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Jetzt viel Spass.


What is photography?
Freezing time in a picture
Or just some selfies with a bad fixture?

What is poetry?
A text about a adventure
Or just words written in a lecture?

It may not be equal
Sometimes it isn't good content
But always respect these people
Because it's important.

Schon gehört? - The Amity Affliction - "Misery"


The Amity Affliction sind zurück und bringen uns mit „Misery“ ein weiteres Album voller depressiver Texte, Herzschmerz und der ganzen Emocore Kiste.
„This Could Be Heartbreak“ hatte sich 2016 zu meinem Album des Jahres gemausert und daher war Ich äußerst gespannt. Nachdem sie die Single „Ivy (Doomsday)“ veröffentlichten sogar sehr gehyped und dann als das Album erschien, musste Ich direkt einen langen Spaziergang auf mich nehmen um das Album in Gänze genießen zu können.
Ich kann jetzt schon sagen, Ich war sehr überrascht von der Platte.


Das Album beginnt direkt mit „Ivy“ und hooked mich direkt erneut mit seinen cleanen und melancholischen Strophen und dem unfassbar guten Refrain, welcher von einem sehr guten Breakdown geschlossen wird und auch in Sachen Songwriting grandios ist! Dieser Song ist so unfassbar großartig, dass es einer der Besten sein könnte, die Amity jemals verfasst hat.

Im Anschluss finden wir die zweite Single „Feels like I‘m Dying“ welche dann komplett was Anderes ist. Diesen Song sah Ich erst als Totalausfall. Der Refrain zu experimentel, das Amity Feeling fehlte und auch so fand Ich ihn sehr langweilig aber direkt der zweite Durchlauf war etwas Anderes. „Feels Like I‘m Dying“ ist nämlich sehr vielseitig und geht einfach ins Ohr, was durch die Skurrilität aber auch das Ungewohnte kommen mag. Er ist definitv gewöhnungsbedürftig aber keineswegs schlecht, denn die gewohnte Härte ist trotz des Electroparts vorhanden, auch wenn dieser etwas zu dominant ist!

Mit „Holier than Heaven“ brechen Amity dann mit ihrem eigenen Experiment. Der Track ist melodisch, dann wieder hart und bringt uns dann ein Breakdown, mit Vocals die nur von einem Dämon kommen können. Das ist Amity Affliction in Reinform und der Track lockert das ganze Konstrukt aus eher anderen Songs sehr auf.

Es folgt mit „Burn Alive“ der Song welchen Ich bisher am meisten gehört haben dürfte.
Dieser Song ist großartig und kann als Konkurrent von „All Fucked Up“ gesehen werden. Hier stimmt Alles! Der Grad des Experimentellen, die cleanen Parts und auch die Härte. Dazu noch eine gute Prise der Amity-Lyrik und man hat einen wunderbaren Song.

Kommen wir zum Titeltrack, kommen wir zu „Misery“.
Misery startet etwas wie „Feels like I‘m Dying“ und setzt dann zu einer cleanen Strophe an.
Das ist noch schön und gut aber dann kommt der Refrain. Verzogene Stimme und seichtes Gescreame, Nichts weiter. Dann die nächste Strophe und Repeat. Gegen Ende haben wir dann noch einen Breakdown, den Enter Shikari so schon Zehn Mal gemacht hat, nur besser.
Der Song versucht einzigartig zu sein, vergisst dabei aber leider, dass er auch gut sein sollte. Er ist langweilig, krankt an Abwechslung und auch die Lyrics sind einfach nichts Besonderes.
„Misery“ ist als Titeltrack leider ein absolut verunglücktes Experiment, was mäßige Ansätze, sehr schlecht umsetzt!

Nach „Kick Rocks“ und „Black Cloud“ welche ebenfalls sehr Amity typisch sind folgt "D.I.E", einer der umstrittensten Songs des Album.
We‘re gonna D.I.E, We‘re all gonna die“ und immer so weiter. Kurze Strophen, und gewohnte Melodik gemischt mit gewohnter Härte. Ich persönlich finde des Song gut, er krankt nur leider an dem sehr simplen um schon fast poppigen Text. Ich kann mir zwar durch das Video denken wohin man hiermit will aber lyrisch gesehen ist der Song leider eine Flaute, wobei er musikalisch wirklich gut ist und auch im Kopf bleibt.

Es folgen „Drag the Lake“ und „Beltsville Blues“. Letzterer ist dann nochmal komplett was Anderes. Klassischer Metalcore verbunden mit Heavy Metal artigen Riffs. Das klingt komisch funktioniert aber überraschend gut und der Song entwickelt sich bei mehrfachem Hören zu einem der Songs des Albums.

Mit „Set Me Free“ und „The Gifthorse“ beenden wir das Album und meine Güte „The Gifthorse“.
Der Abschlusssong ist leider alles andere als ein guter Abschluss. Er ist langsam, geht kein Stück ins Ohr und danach ist es vorbei, weswegen es schwer fällt nicht einfach weiterzuklicken.
Gegen Ende wird er dann noch mal etwas pompöser und alles wird vermischt, das hört sich dann wieder ganz gut an, hält aber leider auch nur 30 Sekunden und dort hinzukommen ist eine reine Geduldsprobe.


Hier das Video zu "D.I.E", guckt aber am besten erst die anderen Beiden, da ihr sonst die Geschichte der Videos nicht verstehen werdet.

Puh, ein Fazit zu ziehen wird echt nicht leicht!
Ich habe viel von „Misery“ erwartet, lange drauf gewartet und die Singles sehr gemocht. Habe die Song Snippets mit Genuss gehört und sehnsüchtig auf Null Uhr gewartet um das Album auf Spotify zu hören. Der erste Durchgang war sehr mau und es machte erst beim dritten Hören wirklich Klick und die ersten Songs blieben hängen. Mit jedem weiteren Mal, war meine Meinung zu dem Album anders. Ich mag alle Songs außer „Misery“ und „The Gifthorse“, die Beiden finde Ich absolut öde und skippe sie, so ziemlich, jedes Mal. Dann gibt es aber auch wieder „Ivy“, „Burn Alive“ oder auch „Holier than Heaven“, welches dieses Album auf eine ganz andere Stufe heben.
Kurzum, Ich war mir noch nie so unsicher ein Album zu bewerten aber Ich denke nach ca. Acht mal hören, kann Ich langsam auf einer Meinung stagnieren.

6,5/10
The Amity Affliction experimentieren mit „Misery“ und begeben sich in andere, unerforschte Gefilde. An der einen Ecke klappt das sehr gut und an der anderen scheitert das glorreich.
Misery“ gefällt mir aber schafft es für mich auf lange Sicht nicht mal ansatzweise an „This Could Be Heartbreak“ zu kommen!


Für mehr Zeug von mir:


Wie war eigentlich: Das Highfield Festival 2018 | Festivalbericht |


Ich war nun schon auf so einigen Festivals, dieses Jahr zähle Ich drei und für nächstes Jahr sind bereits die nächsten drei relativ fest geplant. Nun war Ich auch auf dem Highfield Festival 2018 in der Nähe von Leipzig am Störmthaler See und was soll Ich sagen, Ich war noch nie so zwiegespalten, was ein Festival angeht.

Vorab muss Ich sagen, dass Ich hier keine großen Geschichten, Anekdoten oder sonst was erzählen werde. Dazu ist ein Podcast mit der liebe Jule von Musikmanie (www.musikmanie.de) geplant, der das alles abdecken wird. Hier werde Ich ausschließlich das Festival in allen Kategorien bewerten, die Ich bewerten kann.
Dazu gibt es hier keine Bewertung zum Line-Up, dieses ist nämlich Geschmackssache. Es war für jeden etwas dabei, das sollte als Info reichen!


-Die Anreise und der Camping Ground-
Beginnen wir an dem Punkt, an dem jedes Festival anfängt und einige sogar schon scheitern, die Anreise. Diese war eine recht positive Erfahrung. Vom Hauptbahnhof in Dresden ohne Probleme nach Leipzig und von da aus in ein Shuttle, Richtung Festival. Das ist unkompliziert und mit Sieben Euro auch preislich vertretbar. Mit dem Bändchen kann man nämlich immer wieder nach Leipzig und zurück fahren, was ziemlich nützlich sein kann.
Dann kam aber auch schon der erste negative Punkt, der Zeltplatz.
Dieser ist zwar sehr überschaubar und man ist relativ schnell am Infield ABER auf dem Zeltplatz findet man viele Zäune, die einem den direkten Zugang verwehren. Bevor wir nämlich erfahren haben, dass wir auch auf dem VIP Platz campen dürfen, hatten wir unser Zelt am Green-Camping aufgeschlagen, nun wollten wir von da zum Infield und mussten einfach durch den kompletten Campground des Green-Campings, da es nur einen Ausgang von diesem gab und zwar ganz vorn.
Der Rest wurde mit Zäunen abgegrenzt, welche sich als völlig sinnfrei herausstellten, da auf der anderen Seite ebenfalls Zelte standen. Generell hielt man sich nicht mehr an die Grenzen, in denen man Zelte aufstellen durfte, was ein Indiz dafür ist, dass man zu wenig Platz hat.
Also Fazit dazu:
Der Platz war Recht kompakt und die Laufwege sind okay, dazu der große Pennymarkt in der Mitte des Weges. Leider ist der Platz recht chaotisch und wird durch Zäune und zu wenig Ausgänge sehr begrenzt. Das ist schade und muss nicht unbedingt sein!


-Das Infield, die Akustik und die Bühnen-
Kommen wir zu dem wohl wichtigsten Aspekt eines Festivals, das was Jenseits des Campingplatzes passiert.
Als wir in das Infield wollten, kam sogar direkt wieder ein negativ Punkt, der Einlass. Ein Eingang, nicht alle „Schleusen“ geöffnet und nicht überdacht, was in Anbetracht der wirklich brennenden Sonne anstrengend wurde. Dazu noch kaum Kontrollen, was Ich aber generell überall bemerkte.
Bei einigen SeCus kam man ohne Probleme mit einer normalen Tasche durch, bei einigen wurde selbst der durchsichtige Beutel genaustens kontrolliert. Einige werden jetzt sagen „Ist doch gut, wenn es wenig kontrolliert wird! Es geht schneller und Ich kann mein eigenes Getränk mitnehmen.“
Jein, klar ist es schön, wenn man kein Geld für überteuerte Festival-Getränke bezahlen muss aber es ist wichtig, dass man Kontrollen hat, die auch als Kontrolle wahrgenommen werden! So kann nämlich auf gar keinen Fall etwas passieren und seid mal ehrlich, ihr wollt doch auch Sicherheit oder?
Das ist nur ein kleiner negativ Punkt und Nichts super schlimmes aber trotzdem verbesserungswürdig!
Was allerdings sehr positiv war, waren die Bühnen und die Akustik. Letztere war, fast immer, sehr gut. Wenn man eine Band hören wollte, hat man genug Orte gehabt, an welchen das ohne Probleme möglich war, einige zwar ohne Sicht auf die Bühne, an diesen Orten war dann aber viel Platz um sich auszuruhen, da Niemand da war. Dazu waren die Stages beide wirklich groß und davor war sehr viel Platz, leider gab es auch hier ein Problem.
Vor der Bühne gab es für alle ohne VIP-Bändchen einen separaten Einlass, um in die vorderen Reihen zu kommen, das Ganze kann ganz nützlich sein, hätte man einen normal breiten Eingang.
Der Eingang dazu waren jedoch zwei „Schleusen“, durch welche immer nur eine Person passt. Das ist bei den kleineren Bands kein Problem aber sobald die 18 Uhr Slots anfangen, also sowas wie die 257ers, die Donots oder auch die Headliner, wird das sehr eng und dauert lang. Die Schlange bei Alligatoah war so lang, dass man knapp eine Viertelstunde warten musste, bis man vor die Bühne kam, dazu haben die Leute noch gedrängelt und geschoben, weil sie dachten sie kommen nicht vor die Stage. Natürlich ist das um Ordnung zu behalten und es vor der Bühne nicht zu voll werden zu lassen ABER das kann man besser lösen!
Breitere Eingänge würden reichen um Gedränge und schlechte Stimmung abzuhalten, so ist es aber ein sehr negativer Punkt dieses Festivals und etwas, dass Ich noch nie gesehen habe.
Also Fazit dazu:
Die Akustik ist super, das Infield sehr groß und wenig Gedränge außerhalb der Bühnen. Jedoch sind die separaten Eingänge bei den großen Bands so überfüllt, dass man teilweise einfach keine Lust hat, nach vor zu gehen und das verdirbt einem wirklich sehr viel. Das ganze scheitert dabei an einigen kleinen aber sehr scharfen Ecken!


-Essen, Trinken und Sanitäranlagen-
Natürlich übersteht man ein Festival nicht, ohne Verpflegung und etwas Hygiene.
Was soll man sagen, die Stände auf dem Infield hatten etwas für jeden Geschmack (HEHE), egal ob Burger, Asiatisch, Vegan, Vegetarisch oder Süßkram, alles war vorhanden. Jedoch war es unsagbar teuer. Natürlich, es ist Festival aber Vier Euro für ein normales Getränk plus zwei Euro Pfand für einen Becher, welcher so dünn ist dass er gern mal kaputt geht ist zuviel! Ich muss dazu sagen, dass meine Becher immer an Viva con Agua gehen, daher ist mir der Pfand egal aber Vier Euro für ein Getränk auszugeben überlege Ich mir mehrmals.
Dazu die Preise für Essen, fünf Euro für eine kleine Box mit gebratenen Nudeln. Ja es ist alles frisch und lecker aber mehr als übertrieben!
Die Sanitäranlagen waren dafür sehr positiv. Relativ sauber und auch reichlich Dixis, dazu viele Schließfächer. Nur gab es lange Schlangen vor den „Normalen“ Toiletten, was eben dafür spricht, dass es davon wohl zu wenig gab. Trotzdem bleiben die sanitären Einrichtungen positiv in meinem Kopf.
Also Fazit dazu:
Die Verpflegung war gut (besonders das Essen) dafür aber unsagbar teuer.
Die sanitären Anlagen waren positiv aber teilweise sehr überlaufen.


-Menschen: Von Angestellten und dem Rezipienten-
Kommen wir zu dem Punkt welcher durchgehend positiv war. Die Gesichter des Festivals.
Egal ob SeCu, Kassenpersonal oder auch die Leute am Einlass, Niemand war pampig oder sonstiges. Dazu noch ein Publikum, welches zu jedem Künstler feiert, egal ob man diesen kennt oder nicht. Die Stimmung auf dem Festival war positiv, selten gestresst und selbst im strömenden Regen und kurz vorm Abbruch sang das Volk zu den Hymnen der Dropkick Murphys oder ließen sich von Alligatoahs sanfter Akustikshow begeistern. Sehr positiv war die Security! Diese machte nämlich jeden Mist mit. Die Band sagte „Auch die Security springt!“ und sie sprangen, sangen mit und spritzten Leute mit Wasser voll (Leider mussten sie Flaschen nehmen). Das meine Freunde, ist Festival und so muss es sein!
Also Fazit dazu:
Großartige Stimmung egal wann und wo oder bei wem.


Ich schätze mal es ist Zeit für die bedeutenden Frage, ob Ich nochmal auf das Highfield gehen würde.
Die Antwort lautet ganz klar, Nein!
Ich muss dazu sagen, dass Ich etwas Komfort hatte. Klimatisiertes VIP Zelt, seperater Eingang vor die Stage und einen ruhigen Zeltplatz.
Aber Ich schreibe diesen Bericht auch eher für die, die als Nicht-VIP hinfahren.
Ein viel zu chaotischer und harter Zeltplatz, in dessen Boden kaum ein Hering geht (Natürlich nicht die Schuld des Highfields aber trotzdem sehr nervig), wenige Eingänge zum Infield, teurer als meine Stammfestivals, nerviger Eingang zu den ersten Reihen vor der Stage. Natürlich, die positiven Punkte sind zahlreicher als die negativen aber für mich wiegen die negativen leider wesentlich mehr. Ich mag die Stimmung, das Line-Up, das Infield, die Stages und vor allem die Akustik. Die Menschen sind super, der Preis ist legitim und auch die Ausstattung ist gut aber auf einem Zeltplatz sollte Ordnung herrschen und Ausgänge sollte man nicht suchen müssen.
Wenn man nur einen Eingang hat, sollte man auch alle „Schleusen“ benutzen, vor allem am Anfang des Tages! Man braucht keinen seperaten Eingang zur ersten Reihe, das bringt oft das Chaos, welches man vermeiden will. Dazu sind vier Euro für ein Getränk viel zu viel, vor allem bei 28 Grad ohne Schatten!
Trotzdem habe Ich eine Empfehlung fürs Highfield, nämlich wenn Ihr in Leipzig unterkommen könntet, denn dann fahrt ihr Morgens mit dem Shuttle hin und Abends zurück, damit negiert ihr den Großteil der negativen Punkte und müsstet nur zum Infield und zurück laufen. Dafür habt ihr es Abends gemütlich und wacht am Morgen nicht in einer Sauna auf.
Wenn ihr über diese negativ Punkte hinwegsehen könnt und die positiven Punkte genauso gut findet wie Ich, dann ist das Highfield sicher etwas für euch. Sollte ihr aber sehr viel auf Zeltplatz und gute Organisation legen, dann solltet ihr eventuell doch etwas weiter zum Ring oder dem Hurricane fahren!
Im Kern ist es immer noch sehr subjektiv. Wenn ihr wieder hinfahren wollt, wünsche Ich euch viel Spass im nächsten Jahr. Wenn nicht, dann halt nicht!


Ich hatte trotzdem sehr viel Spass, habe viele neue Bands mitgenommen und alte endlich mal wieder gesehen. Danke nochmal an die gute Jule, welche mit einfach mitgenommen hat und Danke an Impericon für die Möglichkeit des VIP Bändchens.

Ein paar genauere Anekdoten, Band-Highlights und Co. hört ihr dann im Podcast. Checkt dafür einfach immer mal wieder Instagram und SoundCloud, außerdem wird er nach dem Erscheinen, hier ( ) eingefügt.
Wenn ihr Verbesserungen, eigene Ansichten und Co. Habt, kommentiert doch bitte hier oder bei Instagram, bleibt nur bitte sachlich!



Mehr Bilder findet ihr hier:







Live bei Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi w/ Mistresses | @Beatpol Dresden


„Wir sind Käptn Peng und die Tentakel von Delphi und wir werden die nächsten 2 ½ Stunden miteinander verbringen!“
Diesen Satz hielt Ich für eine metaphorische Übertreibung, welche für die Hip-Hop Gruppe typisch gewesen wäre und Ich kann euch sagen, Ich lag falsch!
Aber fangen wir da an wo der Anfang anfängt, nämlich am Anfang des Abends.

Nach einem harten Tag wartete mal wieder ein Konzert im Beatpol auf mich. Käptn Peng und die Tentakel von Delphi hatten sich angekündigt und Ich fieberte diesem Konzert sehr entgegen, da alle von dieser Band schwärmen, sobald es um ihre Konzerte geht.

Kleine Anmerkung, Ich habe dieses Konzert NICHT als Fotograf, sondern als „normaler“ Zuschauer besucht. Ich hatte also nur ein Handy dabei und wollte es eher genießen, daher die eher schlechte Qualität der Bilder.




Leider kam Ich etwas zu spät zur Vorband und als Ich das Beatpol betrat, dachte Ich mir nur „Nope!“
Denn es stand kein Künstler an sich auf der Bühne, sondern ein Mensch in einem übergroßen Overall, aus welchem ein Puppenkopf ragte. Ich finde Puppen unfassbar gruselig und die sehr spirituelle Musik und die menschlichen Bewegungen machten das Ganze nicht besser.
Dieser Support hieß Mistresses und machte eine Mischung aus Electro, Hip Hop und Freakshow. Mittendrin legte diese Person ihren Overall und den Puppenkopf (zum Glück) ab und daraus kam eine Frau, welche mit einem Stimmverzerrer und dadurch erzeugten Hall plus einem Sythie Keyboard Musik macht. Das klingt strange und glaubt mir, das ist noch viel stranger wenn man davor steht. Ich mochte es, denn durch die Skurrilität passt es sehr zu Käptn Peng.




Nach kurzer Pause kamen die fünf Leute dann auf die Bühne. Man startete mit „Der Pförtner“ und spielte dann freudig durch die Alben, mit einem besonderen Fokus auf das aktuelle Album „Das nullte Kapitel“ welches meiner Meinung nach die besten Texte hat, welche jemals im Hip-Hop geschrieben wurden!
Dazu kam noch ein unfassbar eigenes Bühnenbild, mit großen Glühbirnen überall, Blumen und dekorierten Schlagzeugen und Keyboards. Sehr eigen aber auch sehr schön gemacht!
„Neue Freunde“, „Tango im Treibsand“ „Der Anfang ist nah“ oder auch „Sockosophie“ wechselten sich mit Intermezzos, Freestyle und einigen erzwungenen Showeinlagen ohne Ton ab. Es war nämlich zwischendrin mehr als Vierzig Grad heiß im Beatpol und die Fenster mussten zur Sicherheit aller geöffnet werden!
Ebenfalls gab es einige Lieder, welche nur die alten Fans kennen werden. Songs welche ohne die Tentakel aber mit Shaban gespielt wurden. So bekam das Publikum auch noch Klassiker wie „Flotten von Mutanten“ oder „Sie mögen sich“ zu hören.
Dieses ganze Paket, welches wirklich knapp 150 Minuten ging, wurde einfach nicht langweilig. Ich war im Dezember letzten Jahres bei Schandmaul in Dresden, dieses Konzert ging zwei Stunden und das war mir zu lang. Hier aber hätten ruhig noch mehr Songs folgen können, es wäre mir egal gewesen.




Sehr positiv zu erwähnen sind auch Peng und das Publikum. So gab man nach fast jedem Song Wasser ins Publikum, welches dann auch weitestgehend mit Allen geteilt wurde. Das gab dem Abend (u.a.) einen sehr sympathischen und familiären Ton, außerdem hat sich jeder bewegt und an einem Punkt saß sogar die versammelte Mannschaft im Beatpol. Unglaublicher Moment, bei so einer Menge an Menschen!




-Fazit-
Im Gegensatz zum Käptn und seinen Tentakeln mache Ich es kurz.
Wie sie es am Ende sagten, dieser Abend war wirklich legendär. Abwechslung, Energie, Witz und Unerwartetes geben mir einen Abend, ein Konzert welches Ich so schnell nicht vergesse. So kam Ich aus dem Beatpol als ein nasses Handtuch, welches sich kaum auswringen lies. So kam jeder aus der Halle, dazu waren absolut Alle glücklich und das ist ein unsagbar schönes Bild!
Wenn ihr mit dieser Musik auch nur ansatzweise etwas anfangen könnt und die Möglichkeit habt, guckt euch diese Band live an!



Mehr Bilder findet ihr hier:



Live bei Counterparts w/ Skywalker und Pantheress | @Naumanns Leipzig




Counterparts steht für mich als eine Band, welche brutale aber auch emotionale Songs schreiben, welche jeden ansprechen. Dabei lässt sich diese Brutalität auch gut auf die Shows übertragen. Jedes Konzert von ihnen gilt als Gipfel der Brutalität. Alles bewegt sich und brüllt Text für Text mit.
So begab es sich, dass sich Counterparts auch nach Ostdeutschland verirrten und das Naumanns in Leipzig war das Ziel dieser Reise.




Jedoch stand das Konzert von Anfang an unter einem eher negativen Stern.
Erst sagte der eigentlich Support Loathe ab, was mich sehr traurig machte. Ich mag die Band nämlich sehr und hätte sie gern mal gesehen. Als Ich jedoch die Vertretung sah war mir das egal. Skywalker aus Prag übernahm nämlich diese Position und da Ich sie dieses Jahr schon einmal als Support von Napoleon gesehen hatte, war Ich überzeugt, dass man hiermit eine sehr sichere Schiene fahren wird!
Kurz vor der Show sagte dann auch noch Reach the Surface ab, welche natürlich leider keinen Ersatz bekamen, dafür war es nämlich einfach zu spät! Also war der Abendplan folgender, erst die Leipziger Band Pantheress, gefolgt von Skywalker und Counterparts beendet den Abend.
Also vom Stammhotel zum Naumanns gedüst (was übrigens ein erschreckend kurzer Weg ist) und kurz die Location gecheckt. Wer die Räumlichkeiten nicht kennt, wir haben es mit einer relativ kleinen Bar zu tun, welche in einer Ecke eine Bühne aufweist. Ich wusste direkt, dass Ich es mit einer Sauna zu tun hatte.


Mit kurzer Verspätung kam dann auch schon Pantheress auf die Bühne.
Mit ihnen füllte sich die Bar und die Leute begannen sich zu der Mischung aus Nu-Metal und Metalcore zu bewegen. Ich muss sagen, dass mir die Jungs gefallen haben. Sie schaffen es mit ihren harten Riffs und Vocals die Menge anzuheizen und lassen sogar den ein oder anderen Breakdown hören, welche einfach Spass machen. Hört die EP der Jungs doch einfach mal an, es lohnt sich!




Nach einer kurzen Pause ging es dann auch weiter mit Skywalker und jetzt war der Saal schon ordentlich gefüllt. Ihre EP „Sugar House“ lief nach dem Napoleon Konzert im März, in meiner Spotify Playlist, rauf und runter und auch hier wussten sie wieder zu überzeugen. Mit Alten und neueren Songs lieferte man dem Publikum einiges an Energie, welche auch die ersten Pits bildete, dies spieglte sich auch auf der Bühne wider. Die Jungs sprangen herum und animierten alle zum mitmachen, was auch relativ gut funktionierte. Songs wie „Caffeine“, „Survival“ oder auch „Venom“ sind jetzt schon Klassiker und Ich sage euch, diese Band hat noch eine große Zukunft vor sich!




Dann standen sie auch schon auf der Bühne, die mächtigen Counterparts um Vocalist Brendan Murphy. Die Jungs spielten den ersten Ton und direkt fühlte man sich wie in einer Zombieszene von The Walking Dead. Bewegung überall, Leute die auf der Bühne standen, Crowdsurfer und alle machten mit. Man spielte wild durch die Alben. Von „No Servant of Mine“ über „Witness“ bis hin zu „Swim Beneath My Skin“ hatte man Klassiker und auch neueres Zeug. Nur habe Ich nichts von ihrem neuen Song „Monuments“, der im September erscheinenden EP „Private Room“, vernommen. Generell war es etwas schwer die Songs zu erkennen. Was den meisten Leuten aber anscheinend sehr egal wahr und ganz ehrlich, mir auch! Counterparts kann jeden Song spielen, die Reaktion der Fans würde immer die Gleiche sein, denn es fehlt einfach nicht an Qualität! 
Eine Konstante gab es aber natürlich und diese ist der Song wegen welchem Ich die Jungs aus Ontario entdeckt habe. Das Set endete mit „The Disconnect“ Ein Song welchen viele Menschen auch ohne Counterparts kennen!
Markant daran ist das Ende des Songs und die Live Mitschnitte von genau diesen. In dem Moment in dem Murphy „I fucking hate the world. I fucking hate myself“ brüllt stehen die Leute wirklich überall und er mittendrin. Egal ob auf der Bühne, neben der Bühne oder auf Kisten. Das Publikum dreht bei diesem Song frei und das ist jedes mal ein Gänsehaut Moment für sich.
Damit endete es dann. Ein Set, welches mit einer Stunde sehr knapp bemessen war aber Niemanden enttäuscht zurückließ. Ich war, glaube Ich, noch nie so früh von einem Konzert wieder zu Hause.
Das war mir aber egal, das Adrenalin sollte nämlich noch bis weit nach Mitternacht da sein.






-Fazit-
Counterparts ist definitv keine Band für Jedermann! Und Jeder der bei Konzerten lieber am Rand steht um Ruhe zu haben, sollte hier definitiv zu Hause bleiben. Diese Ruhe wird man bei einer Counterparts Show definitv nicht finden! Wenn ihr auf sowas steht und noch ein paar Eindrücke und Bands sucht, die ihr auf eure Liste schreiben könnt. Hier habt ihr einen neuen Eintrag!
Der Abend fing unter einem schlechten Stern an und ging dann von Null auf Einhundert innerhalb von fünf Minuten. Was auch an der hervorragenden Auswahl des Supports lag.
Diesen Abend vergisst Niemand so schnell! Egal ob er blaue Flecke oder einfach ein Dauergrinsen davonträgt.




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Fünf Alben die mein Leben verändert und mich geprägt haben.


Irgendwo fängt jeder Anfang an.

So auch der Anfang meiner Faszination zu Musik. Was mit einfachen CDs aus dem Spektrum der Bravo Hits meiner Mutter anfing, irgendwann in der Generation Spotify stagnierte und Heute im Vinyl-Wahn angekommen ist.
Ich bin in meinen fast 22 Jahren über sehr viel Musik gestolpert und viele Alben haben mein Leben, meinen Musikgeschmack und mich selbst um Einiges verändert.
Fünf dieser Alben möchte Ich heute mal hier auflisten und mal erläutern, wie sie mich geprägt haben. Es geht dabei weniger um die Musik und die Alben an sich. Sondern eher um das, was sie ausgelöst
haben.






Nummer Eins:
„American Idiot“ von Green Day


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Natürlich sollte man da anfangen, wo der Sammelwahn anfing. Daher fange Ich mit dem Album an, was Ich mir als erstes von meinem eigenen Geld gekauft habe.
Es war mein dreizehnter Geburtstag und Ich war schon lange auf dem Green Day Trip, außerdem hatte Ich gerade das Internet und die Sünde namens Ebay entdeckt. Zack war das erste Album auch schon bestellt und kam damals total abgenutzt und in defekter Hülle bei mir an aber das war mir damals einfach unfassbar egal!
Ich kannte die Lieder damals schon auswendig, schließlich hatte Ich sie mir in mühevoller Kleinstarbeit aus einem Albumplayer aufgenommen und zusammengeschnitten. Nur um sie mir danach auf meinen MP3 Player anzuhören, was auch erst nach dem dritten mal geklappt hat, da dass übertragen nicht das Leichteste der Welt war.
Versteht ihr jetzt warum mir dieses Album soviel bedeutet? Es war damals nicht ganz so leicht, Musik mitzunehmen. Ohne wirklich gute Handys und Computer, zur Zeit des Windows Media Players und als man noch nicht einfach mit PayPal bezahlt hat. Aber es hat sich gelohnt, denn da war sie, meine Liebe für Musik und die erste Berührung mit dem Punk-Rock.
Über die Qualität des Albums brauchen wir hier nicht diskutieren, dieses Album ist und bleibt großartig!

Nummer Zwei:
„Lost forever // Lost together“ von Architects


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Irgendwann in einem jeden Leben kommt der Moment an dem man etwas neues entdeckt, was einen dann in seinem Leben begleitet. So begab es sich, dass Ich 2014 meine erste Impericon Bestellung aufgab, welche unter anderem das Album „Lost forever // Lost together“ in meine Sammlung brachte. Generell eröffnete Impericon mir eine ganz neue Welt der Musik.
Namen wie Being as an Ocean, Stick to Your Guns und Carnifex waren nur die Spitze dieses Berges. Die EMP-Volbeat-Power Metal Zeit war vorbei (wofür Ich übrigens sehr dankbar bin, nicht mehr Fan dieses Händlers zu sein) und das Metalcore Kiddie in mir war geboren. Eigentlich fing das ganze sogar mit „Disarm the Descent“ von Killswitch Engage an aber damals wusste Ich noch nichts von diesem Genre und seinen zahlreichen Zweigen.
Das Album an sich hat bis Heute Songs, welche Ich absolut großartig finde. „Gravedigger“, „Naysayer“ oder „Broken Cross“ sprechen Bände, welche jeder Fan der Band kennt!
Dieses Album ebnete den Weg für die große Liebe zum Metalcore und allem was dem ähnelt.

Nummer Drei:
„The Sufferer and the Witness“ von Rise Against


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Ich habe ja vorhin über meine Green Day Geschichte gesprochen, das war irgendwann vorbei. Die Power Metal Phase begann und Ich war dem Mainstream Metal verfallen und stagnierte dort, fand andere Dinge Scheiße und war generell ein Musiknazi der ersten Güteklasse.
Dann kam dieser eine Song, dieser trug den Namen „Injection“.
Damals als etwas schnellere Version durch die harten Regeln von YouTube was Musik anging und einem Shy Guy mit Minigun aus Super Mario. Ich glaube Ich habe noch nie einen Song so oft hintereinander gehört. Schnell waren dann „Endgame“ und „The Sufferer and the Witness“ gekauft und man war Ich verliebt in Rise Against. Aber warum ist es denn so ein großer Einfluss? Sagen wir deswegen fing Ich an mich auch mal in andere Genres zu begeben und viel verschiedene Musik zu hören. Noch dazu sollte es Ende 2014 das erste Konzert zur Folge haben, welches Ich, mit einem guten Freund, alleine besucht habe. Ohne danach überhaupt zu wissen, ob wir wieder heimkommen.
Damit wurde also auch die Konzertliebe geboren. Alles nur wegen einem Album!

Nummer 4
„Blitzkreuz“ von Callejon


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Es war wirklich schwer sich zwischen „Wir sind Angst“ und „Blitzkreuz“ zu entscheiden aber „Kind im Nebel“ ist halt nur auf einem der beiden Alben!
Der Song „Kind im Nebel“ ist ein Song der mit das Leben gerettet hat. Also wirklich, ohne ihn würde es mich wohl nicht mehr geben. Ich breche jedes mal in Tränen aus, wenn Ich ihn live höre und er beschreibt mich und meine Vergangenheit wie kein anderer Song.
Außerdem brachten mir diese beiden Alben die Band Callejon sehr nahe. Diese Band bedeutet mir soviel wie kaum etwas anderes und hat sich mit jedem Song mehr in mein Herz gespielt, so dass sie sich langsam aber sicher zu einer meiner Favoriten gemausert hat.
Ich liebe so ziemlich alles von Callejon aber dieses Album ganz besonders!

Nummer 5
„A Flash Flood of Colour“ von Enter Shikari


Bildergebnis für a flash flood of colour


Eine Frage an euch, was war euer bestes Konzert und wie habt ihr den Künstler kennengelernt?
Meines war das Enter Shikari Konzert 2017 im Huxleys, also die „In celebration of The Spark“- Tour!
Im Februar 2017 habe Ich mich mal etwas umgehört und durch Bands wie Evacuate the City oder auch Forever Ends Today wurde Ich auf Enter Shikari aufmerksam und Ich pickte mir das Album „A Flash Flood of Colour“ raus, welches durch seinen besonderen Fokus auf Dubstep Elemente etwas umstrittener war aber die Band hatte mich direkt mit „System“ und „Meltdown“!
Ich habe selten so eine Energie bei hören eines Songs gefühlt und Ich habe selten so geniale Lyrics vernommen, welche gleichermaßen Themen wie Gesellschaftskritik als auch andere wichtige Dinge in sich vereinen. Natürlich folgten die weiteren Album und Ich war von Song zu Song überzeugter. So überzeugt, dass Ich mir unverzüglich als diese angekündigt wurde, eine Karte bestellte. Ebenso das frische neue Album, welches ein paar Monate später angekündigt wurde und den Namen „The Spark“ tragen sollte. Kurz, von 0 auf 100 in knapp 3 Monaten, sie sind nämlich ebenfalls zu einem meiner Favoriten geworden.

Honorable Mentions.
Es war nicht leicht hier nur Fünf Alben zu nennen und Zehn wäre zu viel geworden.
Ich hätte jetzt noch Alben wie „Musik ist keine Lösung“ von Alligatoah nennen können, welches mich in den Hip Hop eingeführt hat. Alle Alben der Beatles und Led Zeppelin, welche mich generell zu Musik geführt und mich sehr stark mit meinem Vater verbunden haben aber diese Alben bedeuten mir zwar viel, die Musik aber nicht. Ich mag die Musik sehr aber nicht so sehr wie die der Fünf Alben, welche Ich hier aufgelistet habe. Eventuell gibt es ja irgendwann eine weitere Liste!


Meine Frage an euch, habt ihr solche Geschichten?
Ich finde das ganze unsagbar interessant und viele Geschichten sind unfassbar schön, daher seid ihr eingeladen zu kommentieren und zu diskutieren!


Notes:
Ich habe einen Artikel geschrieben, zum Enter Shikari Konzert:
https://heart-notes.blogspot.com/2017/12/enter-shikari-w-asteroid-boys-lower.html

Und zum Thema wie mir Musik das Leben rettete:
https://heart-notes.blogspot.com/2017/01/wie-musik-mir-das-leben-rettete.html

Für mehr Zeug von mir:






Schon gehört? - Desasterkids - "Superhuman"


Heute stelle Ich euch mal eine Band vor, welche sicher nicht jeder kennt!
Mit ihrem Album „030“ brachten sie eine durchaus gute Platte, welche bei mir einige Wochen immer mal wieder lief. Ich rede von den Desasterkids, aus der kleinen unbekannten Stadt Berlin.
Vom neuen Album „Superhuman“ habe Ich vorab nur „Oxygen“ gehört und dieser Song konnte mich leider nur wenig überzeugen. Natürlich gebe Ich dem ganzen Album eine Chance, mich doch noch umzustimmen, „030“ und ihr Erstling „Sex, Beer & Breakdowns“ gefallen mir schließlich auch.




„Break Me“ beginnt mit einem eher ruhigen Part, was aber nach genau 21 Sekunden gekippt wird.
Wir haben es mit schlagenden Instrumenten ala Any Given Day zu tun. Dann setzt endlich die markante und brutale Stimme des Frontmanns Andi Phoenix ein und dieser zeigt hier schon, was er so drauf hat. Die Shouts und Screams sind on Point und machen Bock. Der Refrain ist dazu sehr episch angehaucht und wirklich melodisch, er passt gut zu den Strophen. Gegen Ende wartet dann ein Breakdown auf uns, der in eine Bridge führt. Leichte Gänsehaut kommt auf. Guter Start in dieses Album!

Es folgt „Walking Down“ welcher sich direkt ganz anders anhört. Weniger Screams und mehr aggressive Clean Gesänge. Im Refrain bewegt man sich dann wieder in die Richtung der Screams aber selbst das hört sich sehr erfrischend und anders an. Vom Grundtonus könnte es von den Emil Bulls kommen, aber die Abwechslung zwischen Strophe und Refrain und die Instrumentierung gibt dem ganzen einen sehr eigenen Touch. Nach der Hälfte lässt Andi dann wieder seine Screams raus, was in einem sehr ruhigen Part endet. Der Songs ist sehr abwechslungsreich und toppt „Break Me“ noch einmal, vor allem da er einen wirklich verdammt guten Refrain hat!

Es folgt „Bulletproof“.
Wieder komplett anders im Intro und nach diesem haben wir etwas, das mir generell auffällt. Einen leichten Trancecore-Einschlag. Die Strophen sind bei diesem Song relativ nebensächlich aber der Refrain. Meine Güte, der ist wirklich wahnsinnig gut! Nicht zu lang oder zu kurz und musikalisch auf den Punkt. Der Refrain hebt den Song auf die Stufe einer der besten des Albums zu sein.
Was auch durch seine Mischung aus Metalcore, Trancecore und etwas Nu-Metal kommt.

Dann folgt „Oxygen“, welcher einen nahtlosen Übergang zu „Bulletproof“ hat.
Sehr stranger Gesang in der Strophe und sehr langsam und gediegen. Auch der Refrain mag mich nicht wirklich überzeugen. Diese Art des Gesangs bzw. das Gesamtbild wirkt irgendwie unpassend und erinnern sehr an Marilyn Manson und Five Finger Death Punch und das passt leider weniger zu diesen Metalcore Tunes! Schade.

Mit „Dark Days“ und „Slave“ räumt man diese kleine Ruhepause“ dann wieder auf. Nur um uns mit „Here and Now“ einen Track wie „Oxygen“ hören zu lassen, nur diesmal in wirklich gut.
Der Track ist härter und das Instrumental ist diesmal passend. Dazu sind die verschiedenen Vocals im Song sehr gut aufeinander abgestimmt, dass sie echt gut harmonieren. Im letzten Teil des Songs finden wir in diesem kontrollierten „Chaos“ dann auch noch einen Breakdown, welcher echt verdammt gut ist. Der Song überrascht mich wirklich sehr!

Nach „One of Us“ folgt dann „Pentagram“.
Und dieser Song ist wieder eine ganz andere Hausnummer. Das Lied beginnt unsagbar hart und bleibt es auch. Die Instrumente nehmen schon fast Deathcore-artige Züge an und die Vocals werden außerhalb des Refrain darauf angepasst. Wir haben es hier mit einer Mischung aus Deathcore und Metalcore zu tun, welche wirklich unfassbar viel Spass macht. Es ist als hätte man Cane Hill ein Deathcore Album machen lassen und die hätten ohne zu zögern abgeliefert.
„Pentagram“ ist definitv ein vorzeige Song der Band.

Nach „Dead on the Inside“, welches eine Art Ballade ist, folgt mit „Chasing Ghosts“ auch schon der letzte Song.
Industrial Intro, Instrumente setzen ein und wer jetzt nicht das Haupthaar schüttelt ist selbst Schuld.
Uns erwartet ein Wechselspiel aus Cleanvocals wie in "Oxygen", den normalen Clean Vocals von Sänger und Gitarrist Ian Duncan und die gewohnten Screams. Der Refrain ist dabei echt verdammt gut und geht sehr ins Ohr, was Ich von den Strophen leider nicht sagen kann. Ich warte irgendwie immer auf den Refrain auch wenn Ich die Kinderchöre sehr passend finde und sowas sehr mag. Gegen Ende des Songs haben wir dann nochmal einen leichten Break, gefolgt von den typischen Andi-Shouts.
Und das war es dann, das Album endet zwar mit einem guten Song, welcher aber bei den teilweise echt großen Knallern etwas farblos wirkt.




Fazit:

Was sage Ich denn nun zu „Superhuman“ von Desasterkids.
Das Album kommt nicht an „030“ ran aber das hab Ich auch nicht erwartet, da Ich ihre letzte Platte wirklich extrem gern habe. Trotzdem haben wir es mit einem durch und durch guten Stück Musik zu tun. Es ist unsagbar abwechslungsreich und für jeden Geschmack in diesem Genre dürfte etwas dabei sein. Einige Songs fallen zwar leider unter den Tisch aber Songs wie „Walking Alone“, „Bulletproof“ oder „Pentagram“ sind einfach der helle Wahnsinn!
Ich freue mich sehr auf die Konzerte im September und eventuell lest ihr ja dann noch mehr über die Jungs.

7/10
Desasterkids mögen noch sehr klein sein aber trotzdem liefern sie ab wie eine der großen Bands. Mit „Superhuman“ geht ihr Weg auf jeden Fall weiter nach oben, denn sie haben ein weiteres wirklich gutes Album auf die Beine gestellt!



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