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Schon gehört? - Desasterkids - "Superhuman"


Heute stelle Ich euch mal eine Band vor, welche sicher nicht jeder kennt!
Mit ihrem Album „030“ brachten sie eine durchaus gute Platte, welche bei mir einige Wochen immer mal wieder lief. Ich rede von den Desasterkids, aus der kleinen unbekannten Stadt Berlin.
Vom neuen Album „Superhuman“ habe Ich vorab nur „Oxygen“ gehört und dieser Song konnte mich leider nur wenig überzeugen. Natürlich gebe Ich dem ganzen Album eine Chance, mich doch noch umzustimmen, „030“ und ihr Erstling „Sex, Beer & Breakdowns“ gefallen mir schließlich auch.




„Break Me“ beginnt mit einem eher ruhigen Part, was aber nach genau 21 Sekunden gekippt wird.
Wir haben es mit schlagenden Instrumenten ala Any Given Day zu tun. Dann setzt endlich die markante und brutale Stimme des Frontmanns Andi Phoenix ein und dieser zeigt hier schon, was er so drauf hat. Die Shouts und Screams sind on Point und machen Bock. Der Refrain ist dazu sehr episch angehaucht und wirklich melodisch, er passt gut zu den Strophen. Gegen Ende wartet dann ein Breakdown auf uns, der in eine Bridge führt. Leichte Gänsehaut kommt auf. Guter Start in dieses Album!

Es folgt „Walking Down“ welcher sich direkt ganz anders anhört. Weniger Screams und mehr aggressive Clean Gesänge. Im Refrain bewegt man sich dann wieder in die Richtung der Screams aber selbst das hört sich sehr erfrischend und anders an. Vom Grundtonus könnte es von den Emil Bulls kommen, aber die Abwechslung zwischen Strophe und Refrain und die Instrumentierung gibt dem ganzen einen sehr eigenen Touch. Nach der Hälfte lässt Andi dann wieder seine Screams raus, was in einem sehr ruhigen Part endet. Der Songs ist sehr abwechslungsreich und toppt „Break Me“ noch einmal, vor allem da er einen wirklich verdammt guten Refrain hat!

Es folgt „Bulletproof“.
Wieder komplett anders im Intro und nach diesem haben wir etwas, das mir generell auffällt. Einen leichten Trancecore-Einschlag. Die Strophen sind bei diesem Song relativ nebensächlich aber der Refrain. Meine Güte, der ist wirklich wahnsinnig gut! Nicht zu lang oder zu kurz und musikalisch auf den Punkt. Der Refrain hebt den Song auf die Stufe einer der besten des Albums zu sein.
Was auch durch seine Mischung aus Metalcore, Trancecore und etwas Nu-Metal kommt.

Dann folgt „Oxygen“, welcher einen nahtlosen Übergang zu „Bulletproof“ hat.
Sehr stranger Gesang in der Strophe und sehr langsam und gediegen. Auch der Refrain mag mich nicht wirklich überzeugen. Diese Art des Gesangs bzw. das Gesamtbild wirkt irgendwie unpassend und erinnern sehr an Marilyn Manson und Five Finger Death Punch und das passt leider weniger zu diesen Metalcore Tunes! Schade.

Mit „Dark Days“ und „Slave“ räumt man diese kleine Ruhepause“ dann wieder auf. Nur um uns mit „Here and Now“ einen Track wie „Oxygen“ hören zu lassen, nur diesmal in wirklich gut.
Der Track ist härter und das Instrumental ist diesmal passend. Dazu sind die verschiedenen Vocals im Song sehr gut aufeinander abgestimmt, dass sie echt gut harmonieren. Im letzten Teil des Songs finden wir in diesem kontrollierten „Chaos“ dann auch noch einen Breakdown, welcher echt verdammt gut ist. Der Song überrascht mich wirklich sehr!

Nach „One of Us“ folgt dann „Pentagram“.
Und dieser Song ist wieder eine ganz andere Hausnummer. Das Lied beginnt unsagbar hart und bleibt es auch. Die Instrumente nehmen schon fast Deathcore-artige Züge an und die Vocals werden außerhalb des Refrain darauf angepasst. Wir haben es hier mit einer Mischung aus Deathcore und Metalcore zu tun, welche wirklich unfassbar viel Spass macht. Es ist als hätte man Cane Hill ein Deathcore Album machen lassen und die hätten ohne zu zögern abgeliefert.
„Pentagram“ ist definitv ein vorzeige Song der Band.

Nach „Dead on the Inside“, welches eine Art Ballade ist, folgt mit „Chasing Ghosts“ auch schon der letzte Song.
Industrial Intro, Instrumente setzen ein und wer jetzt nicht das Haupthaar schüttelt ist selbst Schuld.
Uns erwartet ein Wechselspiel aus Cleanvocals wie in "Oxygen", den normalen Clean Vocals von Sänger und Gitarrist Ian Duncan und die gewohnten Screams. Der Refrain ist dabei echt verdammt gut und geht sehr ins Ohr, was Ich von den Strophen leider nicht sagen kann. Ich warte irgendwie immer auf den Refrain auch wenn Ich die Kinderchöre sehr passend finde und sowas sehr mag. Gegen Ende des Songs haben wir dann nochmal einen leichten Break, gefolgt von den typischen Andi-Shouts.
Und das war es dann, das Album endet zwar mit einem guten Song, welcher aber bei den teilweise echt großen Knallern etwas farblos wirkt.




Fazit:

Was sage Ich denn nun zu „Superhuman“ von Desasterkids.
Das Album kommt nicht an „030“ ran aber das hab Ich auch nicht erwartet, da Ich ihre letzte Platte wirklich extrem gern habe. Trotzdem haben wir es mit einem durch und durch guten Stück Musik zu tun. Es ist unsagbar abwechslungsreich und für jeden Geschmack in diesem Genre dürfte etwas dabei sein. Einige Songs fallen zwar leider unter den Tisch aber Songs wie „Walking Alone“, „Bulletproof“ oder „Pentagram“ sind einfach der helle Wahnsinn!
Ich freue mich sehr auf die Konzerte im September und eventuell lest ihr ja dann noch mehr über die Jungs.

7/10
Desasterkids mögen noch sehr klein sein aber trotzdem liefern sie ab wie eine der großen Bands. Mit „Superhuman“ geht ihr Weg auf jeden Fall weiter nach oben, denn sie haben ein weiteres wirklich gutes Album auf die Beine gestellt!



Für mehr Zeug von mir:

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