„Wir sind Käptn
Peng und die Tentakel von Delphi und wir werden die nächsten 2 ½
Stunden miteinander verbringen!“
Diesen Satz hielt
Ich für eine metaphorische Übertreibung, welche für die Hip-Hop
Gruppe typisch gewesen wäre und Ich kann euch sagen, Ich lag falsch!
Aber fangen wir da
an wo der Anfang anfängt, nämlich am Anfang des Abends.
Nach einem harten
Tag wartete mal wieder ein Konzert im Beatpol auf mich. Käptn Peng
und die Tentakel von Delphi hatten sich angekündigt und Ich fieberte
diesem Konzert sehr entgegen, da alle von dieser Band schwärmen,
sobald es um ihre Konzerte geht.
Kleine Anmerkung,
Ich habe dieses Konzert NICHT als Fotograf, sondern als „normaler“
Zuschauer besucht. Ich hatte also nur ein Handy dabei und wollte es
eher genießen, daher die eher schlechte Qualität der Bilder.
Leider kam Ich etwas
zu spät zur Vorband und als Ich das Beatpol betrat, dachte Ich mir
nur „Nope!“
Denn es stand kein
Künstler an sich auf der Bühne, sondern ein Mensch in einem
übergroßen Overall, aus welchem ein Puppenkopf ragte. Ich finde
Puppen unfassbar gruselig und die sehr spirituelle Musik und die
menschlichen Bewegungen machten das Ganze nicht besser.
Dieser Support hieß
Mistresses und machte eine Mischung aus Electro, Hip Hop und
Freakshow. Mittendrin legte diese Person ihren Overall und den
Puppenkopf (zum Glück) ab und daraus kam eine Frau, welche mit einem
Stimmverzerrer und dadurch erzeugten Hall plus einem Sythie Keyboard
Musik macht. Das klingt strange und glaubt mir, das ist noch viel
stranger wenn man davor steht. Ich mochte es, denn durch die
Skurrilität passt es sehr zu Käptn Peng.
Nach kurzer Pause
kamen die fünf Leute dann auf die Bühne. Man startete mit „Der
Pförtner“ und spielte dann freudig durch die Alben, mit einem
besonderen Fokus auf das aktuelle Album „Das nullte Kapitel“
welches meiner Meinung nach die besten Texte hat, welche jemals im
Hip-Hop geschrieben wurden!
Dazu kam noch ein
unfassbar eigenes Bühnenbild, mit großen Glühbirnen überall,
Blumen und dekorierten Schlagzeugen und Keyboards. Sehr eigen aber
auch sehr schön gemacht!
„Neue Freunde“,
„Tango im Treibsand“ „Der Anfang ist nah“ oder auch „Sockosophie“
wechselten sich mit Intermezzos, Freestyle und einigen erzwungenen
Showeinlagen ohne Ton ab. Es war nämlich zwischendrin mehr als
Vierzig Grad heiß im Beatpol und die Fenster mussten zur Sicherheit
aller geöffnet werden!
Ebenfalls gab es
einige Lieder, welche nur die alten Fans kennen werden. Songs welche
ohne die Tentakel aber mit Shaban gespielt wurden. So bekam das
Publikum auch noch Klassiker wie „Flotten von Mutanten“ oder „Sie
mögen sich“ zu hören.
Dieses ganze Paket,
welches wirklich knapp 150 Minuten ging, wurde einfach nicht
langweilig. Ich war im Dezember letzten Jahres bei Schandmaul in
Dresden, dieses Konzert ging zwei Stunden und das war mir zu lang.
Hier aber hätten ruhig noch mehr Songs folgen können, es wäre mir
egal gewesen.
Sehr positiv zu
erwähnen sind auch Peng und das Publikum. So gab man nach fast jedem
Song Wasser ins Publikum, welches dann auch weitestgehend mit Allen
geteilt wurde. Das gab dem Abend (u.a.) einen sehr sympathischen und
familiären Ton, außerdem hat sich jeder bewegt und an einem Punkt
saß sogar die versammelte Mannschaft im Beatpol. Unglaublicher
Moment, bei so einer Menge an Menschen!
-Fazit-
Im Gegensatz zum
Käptn und seinen Tentakeln mache Ich es kurz.
Wie sie es am Ende
sagten, dieser Abend war wirklich legendär. Abwechslung, Energie,
Witz und Unerwartetes geben mir einen Abend, ein Konzert welches Ich
so schnell nicht vergesse. So kam Ich aus dem Beatpol als ein nasses
Handtuch, welches sich kaum auswringen lies. So kam jeder aus der
Halle, dazu waren absolut Alle glücklich und das ist ein unsagbar
schönes Bild!
Wenn ihr mit dieser
Musik auch nur ansatzweise etwas anfangen könnt und die Möglichkeit
habt, guckt euch diese Band live an!
Mehr Bilder findet ihr hier:




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