Willkommen in der Welt, ohne Notenlinien und Taktstriche

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Jetzt viel Spass.


What is photography?
Freezing time in a picture
Or just some selfies with a bad fixture?

What is poetry?
A text about a adventure
Or just words written in a lecture?

It may not be equal
Sometimes it isn't good content
But always respect these people
Because it's important.

Live bei: State Champs w/ Seaway, Stand Atlantic & Woes


Nachdem die STATE CHAMPS aus New York mit ihrem Release von „Living Proof“ im Juni mehr als überzeugen konnten, setzten sie mit ihrer Tour noch einen drauf und bringen neben den Pop-Punk Newcomern WOES und STAND ATLANTIC auch noch SEAWAY mit, welche letztes Jahr mit „Vacation“ eines der besten Alben des Jahres herausgebracht haben.
Für mich ging es also ins Bi Nuu in Berlin.



Dort angekommen stand auch schon WOES auf der Bühne die Jungs aus UK brachten den Raum direkt in Bewegung, zumindest auf der Bühne. Trotz der akzeptablen Performance konnten sie leider wenige Leute von Bewegung überzeugen, auch daher, dass noch lange nicht alle im Bi Nuu waren und noch anstanden.
Ich fand die Jungs dabei ganz überzeugend, sie machen guten Pop-Punk, mit viel Energie und sehr melodisch, eben so wie er sein soll.




Nach kurzer Zeit kamen dann auch schon STAND ATLANTIC auf die Bühne und wurden sogar sehnsüchtig erwartet. Die Band um Sängerin Bonnie Fraser schaffen es auch direkt den ersten Pit zu bilden, welcher von Song zu Song größer wurde. So etwas habe Ich bei einer Vorband eher selten gesehen und es gefiel mir auch wirklich gut. Sie nehmen das Konstrukt von WOES und bauen es um Einiges aus. So ist eine Frauenstimme eh immer ein frischer Wind und im Pop-Punk passt es sogar noch um Einiges mehr! So skandierte das Bi Nuu nach ihrem letzten Song sogar „One More Song“ und verlangte nach einer Zugabe, die blieb leider aus.




Das Gleiche gilt auch für die letzte Vorband des Abends.
SEAWAY aus Kanada brachten den Laden dann nämlich so richtig zum kochen. Die Leute sprangen, moschte und tanzten zu den bereits sehr hohen Temperaturen. Dabei fühlte es sich an, als wären sie bereits der Headliner, die Songs wurden gefeiert und laut mitgesungen, egal ob alt oder neu.
Generell finde Ich es überaus beeindrucken, wie die Supports an diesem Abend aufgenommen wurden.




Nach einer etwas längeren Pause ging dann ein letztes Mal das Licht aus und die STATE CHAMPS standen auf der Bühne. Die ersten Töne von „Criminal“ erklangen und ohne große Verzögerung war das Bi Nuu ein Meer aus sich bewegenden Menschen, die kaum eine Pause kannten. Von da an spielte man jeden Klassiker und auch so einige neue Songs wie „Dead and Gone“ oder „Lightning“ aber auch Songs wie „Simple Existence“ oder „Hard to Please“ durften nicht fehlen. Sogar ein Track der Acoustic EP wurden zum Besten gegeben und das Bi Nuu war kurz ruhig und Niemand bewegte sich übermäßig.


Sehr schön fand Ich dabei die Interaktion mit dem Publikum. Egal ob Menschen auf der Bühne, Singalongs oder die Nähe die jeder Zeit gesucht wurde. Fans der New Yorker haben so einiges bekommen, dass sie den Abend mit einem Lächeln verlassen können.
Ich persönlich war sehr überrascht, das Bi Nuu war nur halb gefüllt und Ich hätte auch nicht erwartet, dass die Champs ihre Energie von der Platte auf die Bühne projizieren können aber sie haben es mehr als gut hinbekommen und einige Songs sind sogar besser als auf der Platte, so war „All You Are Is History“ mein Favorit des Abends, weil es der Höhepunkt der Energie war und mich dazu gebracht hat, ihr letztes Album erneut rauf und runter zu hören.




Ein Fazit ist nun klar. Wenn man hört, dass an einem Abend vier Pop-Punk Bands spielen, sind viele zwiegespalten. Es ist ja oft das Gleiche aber Ich habe nicht erwartet am Ende so unsagbar fertig zu sein und so sehr zu schwitzen. Alle Vier Bands und vor allem der Headliner, haben es geschafft den Abend, trotz der Überdosis Pop-Punk, zu einem abwechslungsreichen und besonderen zu machen.
Wenn ihr die Möglichkeit habt, seht sie euch mal an!



Live bei: The Amity Affliction w/ The Plot in You, Endless Heights & Dreamstate


Ich habe schon lange darauf gewartet, dass Ich THE AMITY AFFLICTION einmal live erleben kann und im Oktober 2018 war es dann endlich so weit. Sie allein waren jedoch nicht genug. So brachten sie, neben zwei weiteren Acts, noch THE PLOT IN YOU mit, welche Ich nun seit kurzer Zeit ab und an höre und wirklich mag.
Vorab muss Ich sagen, dass Ich einige Livesets von den Jungs aus Australien gesehen habe und wenig begeistert war, gerade das Wacken-Set ist ein Graus. Ich war also zwiegespalten aber bereit mich vom Gegenteil zu überzeugen. Also Kamera gesattelt und auf nach Leipzig, ins Täubchenthal.



Die erste Band des Abends hieß DREAMSTATE und kommt aus Wales.
Zur Überraschung haben wir eine Frontfrau, welche ihren großen Brüdern von BEING AS AN OCEAN oder eben Amity in Nichts nachsteht. Tiefe Growls und krasse Screams gemischt mit cleanen Gesängen und einer umher hüpfenden Sängerin, die eine unglaubliche Energie verstrahlte, die sich auch auf das Publikum übertrug, was das Ganze zu einem wirklich guten Opener machte.




Es ging weiter mit ENDLESS HEIGHTS.
Direkt merkte man die Präsenz des Frontmanns, der zu leichten Klängen der Instrumente mit einer sanften Stimme glänzte. Dabei bewegte sich die Band in einer Mischung aus so etwas wie BEING AS AN OCEAN und den Instrumentals von SEPTEMBER STORIES.
Es war jedoch irgendwie ziemlich komisch, die Stimme des Sängers wirkte desöfteren so, als hätte er nicht den Ton getroffen und wäre gar schief. Ich hab sie mir im Nachhinein mal auf der Platte angehört und finde sie da wirklich nicht schlecht.
Live waren sie jedoch relativ lahm, trotz der vielen Energie die auf der Bühne verstrahlt wurde.
Eventuell war es einfach ein schlechter Tag für die Band.




Dann stand auch schon THE PLOT IN YOU auf der Bühne und gaben eine wilde Mischung ihrer Alben zum Besten. Akustisch sind diese dabei wirklich großartig, leider strahlen sie so gar keine Energie aus. Landon Tewers wandert mit seinem Mikro hin und her und schmettert seine Zeilen durch den Saal. Vom Feeling her war es echt gut aber irgendwie hat dieser Knall gefehlt, dazu kam, dass die Show nur gefühlte Zwanzig Minuten ging und sie dann einfach die Bühne verließen.
Damit war es leider relativ enttäuschend.




Dann folgte aber der Hauptact.
Die vier Jungs um Frontmann Joel Birch begannen mit ihrer ersten Single vom aktuellen Album, unter Jubel hörte man das Intro von „Ivy (Doomsday)“ und ohne zu zögern brach Bühne und Saal in eine Orgie der Bewegung aus. Die Menschen auf der Bühne sprangen, das Publikum sprang, moschte und lies sich vor die Bühne tragen, es war Ausnahmezustand.
Von da an spielte man vor allem durch die aktuellen Alben und man lies Songs wie „Deaths Hand“, „I bring the Weather with Me“ oder auch „Open Letter“ durch den Saal schallen.
Dabei gab es wenige Überraschungen und ein paar kleinere Reden und Anekdoten, also ein sehr klassisches Konzert. Hier eine Wall of Death, da eine kleine Ansprache.
Das alles endete dann in „Don‘t lean on Me“ und „Pittsburgh“ und die knapp 120 Minuten vergingen wie im Flug und ließen das Publikum zufrieden zurück.




Man kann also von einem durchaus gelungenen Abend sprechen. Selbst die Akustik war wirklich gut, die Screams von Joel waren On Point und Ahrens Gesang nur ab und an etwas schief, was aber absolut nicht schlimm war und bei den wirklich schweren Songs wie „Drag the Lake“ oder auch „Set Me Free“ waren sie wirklich gut.
Von den Supports konnten mich dabei aber leider nur DREAMSTATE so richtig überzeugen, da sie sowohl Akustisch als auch in Sachen Energie so einiges baten.
Alles in allem war es aber, vor allem durch Amity ein wirklich gutes Konzert, Ich werde sie das nächste Mal definitiv wieder ansehen!

Schon gehört? - Ice Nine Kills - "The Silver Scream"


Viele von euch haben sicherlich noch nie von der Gruppe ICE NINE KILLS gehört.
Diese sind auch in unserer Gegend kaum bekannt und konnten mit ihren bisherigen Metalcore-Horror-Tiraden auch nie wirklich stark überzeugen. So hatte ihr letztes Album „Every Trick in the Book“ zwar einige gute Songs, blieb aber vor allem in Sachen Abwechslung relativ blass, obwohl die Stimme von Frontmann Spencer eine sehr aggressive ist, welche sich vor allem durch ihre schrillen Screams auszeichnet.
Mit ihrem neuen Album „The Silver Scream“ widmen sie sich aber nun ganz anderen Sachen, so war auf ihrem letzten Album mit „Me, Myself and Hyde“ bereits ein Track drauf, welcher einem Klassiker der Thriller und Horror Schiene gewidmet war. Diese Prämisse hat man nun genommen und in ein ganzes Album gewandelt. Das führt zu Tracks wie „Thank God It‘s Friday“ („Friday the 13th“), „The Jig is Up“ („SAW“) oder auch das lange erschienene „Enjoy your Slay“ welches an „The Shinning“ angelehnt ist. Die ganzen Anspielungen sind der absolute Wahnsinn und man findet auch beim vierten Hören noch etwas neues heraus.
Kommen wir aber zur Musik.


Mit „The American Nightmare“ und „Thank God it‘s Friday“ haben wir direkt die ersten beiden Singles. Während mich Ersterer damals wenig überzeugen konnte, haut er im Konvolut gut rein und ist ein gutes Intro, während Zweiterer dann direkt einen Höhepunkt bezeichnet. Mit seinem akustischen Anfang und dann der Bombe, in der der klassische INK-Sound einsetzt. Direkt werden uns brutale Shouts und Screams entgegengesetzt, die man sonst nur selten im Metalcore findet und eher im Deathcore suchen sollte. Unterstrichen durch Voicesamples aus den Filmen und dem gar epischen Chorus lässt man den Rezipienten direkt sprachlos zurück.
Stabbing in the Dark“ lässt ebenfalls keine Zeit zum Luft holen. Spieluhr Intro und fantastische Narration von Spencer, die die Geschichte von „Halloween“ erzählt. „Day after day, knife after knife“ wird uns entgegengeworfen und wieder haben wir einen gar epochalen Refrain. Nach diesem folgt dann ein Breakdown mit einem schiefen Klavier in Moll, ein klassisches Horror-Klischee.
Nach „SAVAGES“ folgt die schon angesprochene „SAW“ Referenz „The Jig is Up“ welche nicht nur wesentlich härter ist als seine Vorgänger ist, sondern auch sehr an das alte Chaos erinnert, was hier aber so überhaupt nicht stört. Auch treibt man hier die „Flashbacks“ an die Filme auf einen Gipfel, mit den klassischen „Game Over“ Samples und Ähnlichem.
Nach der dritten Single „A Grave Mistake“, „Rocking your Boat“ und der Hitsingle „Enjoy your Slay“ folgt mit „Freak Flag“ ein Bruch und sehr anderer Song.
Gesang der etwas an MANSON erinnert und ein sehr gediegener und leiser Song. Hier zeigt uns Spencer mal etwas, dass auch seine Clean Vocals ziemlich gut und trotzdem „horrifying“ sind. Der Refrain tut sein Nötiges dazu bei und wir haben einen Song, der sich trotz seiner Divergenz sehr gut in das Gesamtwerk einfügt.
Nach „The World in My Hands“ haben wir mit „Merry Axe-Mas“ tatsächlich eine Art Weihnachtssong, Dieser beginnt mit Glockenspiel und behält dieses auch durchgehend, was einfach wieder die Abwechslung unterstreicht, die dieses Album und diese Grupp aufweisen. Sie mischen hier einfach Alles, Ruhe, Chaos, Witz, Experimentelles, einen Deathcore-Breakdown und alles andere. Meine Güte, dieser Song ist der Wahnsinn.
Es folgt „Love Bites“ eine Ballade, welche ebenfalls sehr typisch für die Band ist. „Tess-Timony“ war einer meiner Lieblinge des letzten Albums, weil es einfach etwas ganz anderes ist und Spencer eine fantastische Stimme hat. Mit Chelsea Talmadge, welche vor allem durch „Stranger Things“ bekannt wurde, holt man sich dazu noch eine wahnsinnig schöne Stimme dazu und der Twillight-Soundtrack ist perfekt
Das fällt generell auf, INK passen ihre Songs sehr an den persiflierten Film an und fangen damit dessen Stimmung ein. Die Songs könnten teilweise wirklich zu den Filmen gemacht sein, was man besonders bei „Love Bites“ merkt.
Mit „IT is the End“ gibt man mir dann nochmal einen schönen Kick, Ich liebe IT und alles was damit zu tun hat sehr. Und man Spencer als Pennywise ist super gruselig aber auch verdammt gut getroffen.
Der Song ist eine Minute lang nur gesprochen und dann geht es so richtig los, Spencer performt den Song als Pennywise, mit einer verzerrten, verrückten Stimme seiner selbst, Zirkusmusik und Clownsgeräuschen. Der Song ist pure Gänsehaut und besser kann man dieses Album nicht beenden. Schnell, anders und einfach einfallsreich.

Fazit:
ICE NINE KILLS waren für mich gewöhnungsbedürftig. Ihre Diskographie besteht aus Sehr guten und sehr öden Songs, vieles klingt gleich und wenig prägt sich rein. Dann kam „The Silver Scream“.
Die Anspielungen, das Musikalische, die Abwechslung, die ganzen Gastauftritte, einfach das ganze Paket. Dieses Album macht genau Nichts falsch, weder musikalisch, noch textlich oder sonst was. Dieses Album ist ein Meilenstein des Metalcores und wird die Jungs in ganz andere Dimensionen bringen!

10/10 Punkten
ICE NINE KILLS haben es endlich geschafft und gezeigt, wie man ein Album macht und haben die teils öden immer gleichen Brutalo-Hymnen daheim gelassen.
Mit „The Silver Scream“ bringen sie uns ein verstörendes Horror-Manifest, welches diese Musikwelt nicht so schnell vergessen wird!

Ich lege euch hier auch die Musikvideos zu den Songs ans Herz, diese ergeben einen Film, welcher alle Anspielungen vereint und das leicht einer Hollywoodproduktion!

Hier Teil 1 „The American Nightmare“:



Schon gehört? - Fynn Kliemann - "Nie"


Ausnahmekünstler zu finden ist heutzutage mehr als schwer.
Man hat vieles gehört, Künstler bringen das sechste Album heraus, welches den anderen Fünf sehr ähnelt und neue Musiker machen nichts Neues oder schaffen es einfach nicht sich, zu etablieren.
Eine dieser Ausnahmen ist Fynn Kliemann! Der selbsternannte „Heimwerkerkönig“ überzeugt auf YouTube mit Witz, Engagement und Einfallsreichtum bei jedem Video, es ist unfassbar wie viel Herz er in seine Projekte steckt und nach einem Buch sollte das auch für ein Album gelten.
Das „Album seines Lebens“ trägt den Namen „Nie“ und zeigt uns einerseits, was für ein Genie er ist aber auch das viel in der modernen Musik falsch läuft, wenn es um Qualität und Hörgenuss geht.


Dieses Album bekommt von mir allerdings keinen „normalen“ Text. Songs auseinandernehmen findet ihr heute weniger, Ich spreche eher über das Album als Gesamtwerk.
Fynn zaubert uns Elf Tracks in die Hörmuscheln, welche allesamt sehr unterschiedlich aber auch recht gleich sind. Die Texte sind allesamt über das Leben, die Liebe und die Sehnsucht. Kliemann kommt dabei bei einigen Songs an die lyrische Genialität eines Käptn Peng oder auch der Melodic-Hardcore Granate Hotel Books heran. Besonders durch die emotionale Tiefe von Hotel Books, erinnert mich Kliemanns Lyrik immer wieder daran.
Musikalisch sind die Tracks dabei aber völlig verschieden. Mal sehr ruhig wie in „Zuhause“, melancholisch mit weniger Instrumentierung wie in „Sardinien“ und dann wieder sehr Lebensbejahend wie in „Morgen“ mit kurzen Klavieranschlägen und hohen Noten im Gesang.
Was andere Künstler erst mit einem neuen Album schaffen, macht Fynn Kliemann in einem einzigen Album. Dabei werden auch die verschiedensten Instrumente benutzt um eine Divergenz zu schaffen, welche seines Gleichen sucht. So hört sich „Der Mann und das Meer an“ als würde man in einem Zug sitzen und auf das Meer blicken, während sich „Morgen“ eben anhört als würde man am Morgen an einem Tisch im Freien sitzen, während die Sonne aufgeht. Solche Klangbilder zu erschaffen ist furchtbar schwierig und eine Kunst für sich!
Mit „Bau mich auseinander“ schafft er es sogar eine gewisse Trauer auszulösen, in diesem Song geht es um eine Person die man liebt, das einen aber mehr fertig macht als es einen aufheitert.

Ich könnte nun ewig so weiter machen, darüber reden wie „Bis Seattle“ eine unfassbare Sehnsucht auslöst, „Immer nur da“ mich Menschen vermissen lässt, die Ich seit Jahren nicht vermisst habe oder wie Ich zu „Kieztränen“ einfach nur durch die Stadt trotten möchte, Graffitis angucken und Tee trinken will. Aber ganz ehrlich, hört euch das Album einfach mal selbst an und erforscht, welche Gefühle ihr dabei ausschüttet .

Da Ich euch die ganze Geschichte zu „Nie“ nicht selbst erzählen möchte, verlinke Ich euch unten den Podcast von Fynn zu genau diesem Thema!

Kliemann/10 Punkten (Ja, das ist großartig!)
Fynn Kliemann schafft hier ein Album, welches lange im Gedächtnis bleiben sollte. Es setzt sich wie ein gutartiger Parasit ins Hirn und lässt durch ein geordnetes Chaos der Gefühle nicht mehr so schnell ab.
Lieber Fynn, dieses Album ist der Wahnsinn und hat den Titel „Album meines Lebens“ mehr als verdient!


LIve bei: Danger Dan w/ Hartmann | @Groove Station Dresden


Soloprojekte finde Ich relativ schwierig. Oftmals wirken sie wie ein halbgares Album, des Hauptprojektes dieses Künstlers. DANGER DAN hat jedoch bewiesen, dass es ganz anders sein kann.
So hebt er sich mit den selbstkritischen Texten sehr von der ANTILOPEN GANG ab.
Zu seinem Album „Reflexionen aus dem beschönigten Leben“ sollte es natürlich auch eine Tour geben, welche auch einen Zwischenstopp in Dresden haben sollte.
Also Kamera gesattelt und auf in die Groove Station!


Der Support HARTMANN stand komplett allein auf der Bühne und rappte, mithilfe seines Gehilfen namens Mac Book, seine wirklich intelligenten Texte runter und heizte dabei die, bereits gut gefüllte, Station sehr gut an, sogar einige wirklich große Fans befanden sich im Publikum und sangen besonders laut mit.
Die größte Stärke des Sachsen war jedoch seine Sympathie, davon hatte er nämlich ziemlich viel.
Das machte seine Musik und Texte noch ein ganzes Stück sympathischer.
HARTMANN war also ein wirklich guter und bemerkenswerter Support, der sehr zu Dan passte!


Eine kurze Zeit später, ging dann auch schon das Licht aus und DANGER DAN und sein Backup und Bruder PANIK PANZER standen auf der Bühne. Angefangen mit einem Drei-Minuten Intro, welches in „Die Verwandlung“ überging. Von da an ging es Schlag auf Schlag und Dan spielte durch seine Solo-Tracks. Er spielte, so gut wie, sein ganzes Album und holte auch ein paar alte Tracks wie „Private Altersvorsorge 1“, und mit Teil Zwei auch direkt die Antwort darauf, heraus.
Dabei saß er auch desöfteren an seinem Keyboard, wo auch das Highlight des Abends stattfinden sollte.
Die Prinzentragödie“ musste allerdings ohne Sebastian auskommen, jedoch übernahm PANIK PANZER mit einem kleinen Freestyle und die gesamte Groove Station machte mit und gab dem Abend eine Energie, welche Ich lange nicht mehr hatte.


Das Bühnenbild bestand dabei aus Spiegeln, zwischen welche einfach ein Schlagzeug und das Keyboard gestellt wurden. Sehr simpel aber auch ziemlich gut. Gut waren auch die Ansprachen von Dan, diese waren immer lustig, gegen Intoleranz und einfach grundauf sympathisch. Generell war es eine sehr familiäre und private Atmosphäre. Das Publikum hatte einfach Lust auf das Konzert, Niemand stand sinnlos rum und selbst in den hinteren Reihen sangen und tanzten die Leute noch. Das machte diesen Abend einfach unfassbar schön und wahrlich einzigartig!


Das Fazit ist daher ganz einfach.
DANGER DAN macht seine Sache so, wie er sie auch bei den Antilopen macht. Immer mit voller Power bis zum letzten Ton, Spass der sich auf das Publikum überträgt. Die Show hat einfach Spass gemacht und war dazu auch musikalisch noch gut.
Ich hatte einfach nichts zu beanstanden und das passiert selten, irgendwas nervt mich nämlich eigentlich immer.
Hier war das endlich anders!






Live bei: The Hirsch Effekt w/ Cedric & Lingua Nada | @Scheune Dresden


Chaos ist ein Wort, welches man in der Musik nicht oft hört, zumindest nicht in einem guten Kontext. THE HIRSCH EFFEKT zelebrieren dieses Chaos nun mittlerweile seit Zehn Jahren und füllen damit Clubs und bringen diese, mit ihrem Artcore, zum schwitzen.
Zur Feier des Jubiläums, haben sie sich auf eine Anniversary-Tour begeben und Ich habe den Stopp in der Scheune in Dresden gewählt, um die Jungs erneut Live zu erleben.



Kaum angekommen stieg auch schon der erste Support des Abends auf die Bühne.
CEDRIC aus Dresden spielen sich mit ihrem Postpunk in die Herzen von ein paar Zuschauern, was auch an dem Tenor des Sängers liegen mag. Dessen Stimme erinnert mich etwas an die Stimme von Josh Homme, seines Zeichens als Stimme der QUEENS OF THE STONE AGE tätig.
Aber nicht nur das überzeugte sondern auch die eingängigen Instrumente und die pure Energie.
CEDRIC haben es geschafft die Menge anzuheizen und das ist das Wichtigste, für einen Support!


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Nach kurzer Umbaupause, kam dann auch schon die zweite Vorband auf die Bühne und das melodische und Geordnete, welches Cedric aufgebaut hatte, war mit einem Schlag vorbei.
LINGUA NADA betrat die Bühne und spielte einen „Song“ welcher ungefähr Acht Minuten feinstes Chaos aus Geschrei, wirren Instrumenten und dann doch melodischer Melancholie enthielt.
Zuerst wusste Ich nicht, was Ich davon halten soll. Ich überlege es auch weiterhin. Jedoch gefällt mir die Skurrilität, welche sehr zu THE HIRSCH EFFEKT passt.
Ihre weiteren Songs, waren dann sogar geordneter und man konnte eine Struktur erkennen, dass gefiel mir dann schon um einiges mehr, da man es mit einer erkennbaren Mischung aus Punk und Core zu tun hatte.
Wenn Euch irgendwas davon anspricht, hört doch mal rein!




Eine sehr kurze Pause später, ging es auch los mit dem Hauptact aus Hannover.
THE HIRSCH EFFEKT starteten mit einem Intro, welches um die 3 Minuten Länge hatte.
Dieses Intro endete dann in „Zoetrop“ und die Hölle brach los. Nils und Ilja verstehen es ihre Stimmen auf der Bühne einzusetzen und bringen tonale Wechsel zustande, von welchen so manche Deathcore Band träumt.

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Da wir es mit einer Anniversary Tour zu tun hatten, war auf der Setlist alles vertreten. Von dem schon erwähnten „Zoetrop“ über „Ligaphob“ bis zu den populären Songs wie „Lifnej“ und „Epistel“. Man spielte sich chronologisch durch die Diskographie, was jeder sehen kann wie er will. Ich, als jemand der die Band seit ca. einem halben Jahr wiederentdeckt hat, fand es ziemlich interessant die Entwicklung zu sehen. Sagen wir es kurz, die Texte änderten sich, das Chaos nicht.
Chaos kann man generell nicht oft genug sagen, wenn man über die Band redet. Flackerndes Licht im ganzen Raum, Bewegung überall, die Musik zu krass für einen Moshpit, das ist Math- (Bzw. Art-) Core in Reinform. Es gab sogar einige Überraschungen, so spielte man den Song „Datorie“ Akustisch inklusive Cello und wunderschöner und ruhiger Stimmung in der Scheune.
Es gab Nebel, Fontänen und wenige Ansagen, die aber auch in der Masse nicht gepasst hätten.
Für dieses Konzert hatte Ich im Nachhinein nur zwei Worte, „Krank“ und „Großartig“.


Fazit:
THE HIRSCH EFFEKT sind nicht für jedermann!
Die deutschsprachigen THE DILLINGER ESCAPE PLAN machen ihrem Ruf alle Ehre und liefern ein Konzert der Extraklasse ab. Mit ihrem technischen Gespiele und dem Strobolicht, schaffen sie eine Faszination, welche sich mir lange nicht erschlossen hat. Es brauchte erst ein Konzert, damit es KLICK macht und Ich bin froh, dass es endlich passiert ist.
Wenn ihr mal Lust auf ein Konzert habt, welches etwas andere ist. Guckt euch doch einfach mal THE HIRSCH EFFEKT an!


oder auf Facebook: folgt

Live bei: Flash Forward w/ Blood Command | @NAUMANNS Leipzig


In letzter Zeit merke Ich, wie Ich immer wieder auf Konzerten lande, welche nahezu winzig sind und daher auch sehr wenig Publikum haben. Was man davon hält ist jedem selbst überlassen. Da Ich es super finde, bin Ich mal wieder ins Naumanns getingelt und habe mir diesmal die Band Flash Forward angesehen, welches letztes Jahr mit den Legenden von You Me At Six getourt sind und kurz darauf mit „Revolt“ ein Album releasten, welches wirklich gute Kritiken erhielt. Ich war daher gespannt, ob sie diese Qualität auch auf der Bühne halten können.


Der Abend begann jedoch mit der Band Blood Command aus Norwegen.
Die Bühne im Naumanns ist nun wirklich nicht groß, was die sechsköpfige Band, um Sängerin Karina Ljone, aber wenig störte. Es wurde gesprungen, getanzt, geheadbanged und es war dauerhaft Bewegung auf der Bühne und, wenn der Platz nicht für energiegeladenen Gitarrensoli reichte, auch gern mal vor der Bühne. Dazu kommt die rotzige Stimme der Sängerin, welche den sogenannten „Deathpop“ vervollständigt. Nach anfänglicher Unsicherheit des Publikums fing auch dieses langsam an warm zu werden und machte heiter mit.
Diese Band mag nicht die beste Band der Welt sein aber eins ist klar, ihr Auftritt war auf keinen Fall schlecht sondern hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.


Nach kurzer Umbaupause standen dann auch schon die vier Leute von Flash Forward auf der Bühne.
Direkt bei ersten Song bewegte sich das Naumanns als eine homogene Masse. Die Leute sprangen, tanzten und sangen aus voller Kehle zu Songs wie „Kickstart“, „One Way Track“ oder auch „Perfectionist“. Auch ein paar alte Songs waren zu hören, schließlich haben die Jungs in Acht Jahren bereits Vier Alben released und haben damit eine Riege von Songs zur Auswahl.
Man hatte so die härteren Songs, zu denen sich sogar der ein oder andere Pit bildete. Man hatte aber auch die ruhigen Songs die die Leute zum melancholischen Schunkeln und langsamen Tanzen animierten.
Das ging sogar soweit, dass Frontmann Gerrit das Naumanns aufforderte sich zu setzen, um einen Song ohne Technik auf seiner Akustik Gitarre zu spielen und Leipzig konnte singen, ziemlich gut sogar. Das machte diesen Moment wirklich einzigartig und unbeschreiblich schön.
Eine weitere Showeinlage bestand darin Gerrit auf die Schultern zu nehmen und den schon „legendären“ Chor Acapella zu singen, das klappte sehr okay-ish, kann ja nicht in jeder Stadt wen geben der so stark ist, einen erwachsenen Mann auf seinen Schultern zu tragen!
Nach knapp 90 Minuten war das Konzert dann auch schon vorbei und Ich fand die Länger, für so eine kleine Band, recht bemerkenswert. Ich erinnere nur an Counterparts, welche nur knapp an die 60 Minuten herankamen.


Was kann Ich also zu dem Konzert sagen?
Flash Forward sind keine 08/15 Normalo-Band, die einfach mal ein bisschen Musik spielen, welche man schon 1000-Mal gehört hat. Sie sind eine Band, welche eine unfassbare Energie ausstrahlen und auch vor dem, nicht mal halb ausverkauften Naumanns, Alles gaben und sichtlich sehr viel Spass hatten, sowie die Zuschauer es auch hatten. So etwas zu sehen ist immer unfassbar schön.
Viel Abwechslung und Showeinlagen, dazu zwei sehr sympathische Bands und ein tolles Publikum, das Alles machte das Konzert zu einem durchaus Besonderen!
Wenn ihr mal die Möglichkeit habt, die Band zu sehen, tut es bitte!




Live bei: Desasterkids w/ Black Tooth Scares | @Groove Station Dresden

Nachdem das Album "Superhuman" der DESASTERKIDS bei mir ja mal mehr und mal weniger gut wegkam, habe Ich mich auf den Weg zu einem ihrer Konzerte gemacht und die Groove Station in Dresden war mein Ziel.
Dort angekommen fing auch schon recht zeitig der Support des Abends BLACK TOOTH SCARES an, zu diesem Zeitpunkt standen ca. 7 Leute vor der Bühne, dies füllte sich zwar von Minute zu Minute aber wirklich viele sollte es zu keiner Zeit sein, dazu später mehr.

Die leipziger Metalcore Band spielte eine Mischung aus harten und melodischen Stücken und hört sich dabei etwas an wie ANY GIVEN DAY, dazu geben sie der Musik noch ihren eigenen Charakter und trotz des nicht sehr zahlreichen Publikums, gab der Support alles was er hatte, die Leute sprangen und sangen sogar Teile mit und versuchten das Beste aus der Situation zu machen, was meiner Meinung nach auch klappte, denn angeheizt wurden sie sehr und auch die Stimmung war auf einmal da und es wurde langsam heiß im Venue.



Nach einer knappen halben Stunde räumten sie dann aber die Bühne um kurz darauf dem Hauptact die Bühne zu überlassen.

Die DESASTERKIDS betraten die Bühne und standen vor ungefähr 40 Leuten, davon waren ungefähr 30 wirklich große Fans der Band. Diese sangen jeden Song mit, sprangen und tanzten sich die Seele aus dem Leib. An Bewegung hatte es definitiv nicht gemangelt. Das galt auch für die Bühne.
Die Vier Jungs gaben nämlich trotzdem Alles was sie hatten und spielten sich wild durch die ihre Alben (Was nicht viele sind aber das ist egal). Natürlich lag der Fokus auf dem kürzlich releasten Album "Superhuman" und mit "Oxygen", "Walking Alone" und "Bulletproof" spielte man auch die absoluten Granaten des Albums. Das wurde zwischendurch unterbrochen durch ein zweites Geburtstagsständchen, da die Gitarrenspielerin des Support und ein Mitglied der DESASTERKIDS-Crew Geburtstag hatten. Es gab also Pfeffi für die Leute auf der Bühne und einen Teil des Publikums. Sehr sympatisch!



Ein erneuter Bruch waren die beiden Akustik-Tracks, wovon einer der emotionale Höhepunkt des Abends war. Eine Akustik Version von "In the End" von LINKIN PARK, lies das Publikum zusammen aus vollem Hals singen und trotz der Tatsache, dass es sehr Wenige waren, war es ein wirklicher Gänsehaut-Moment, den Ich so schnell nicht vergesse.
Und so schön es auch war, so schnell war es dann leider auch vorbei. Ein relativ kurzes Set und die Jungs verließen die Bühne.



Fazit:
Wenn eine Band vor 40 Leuten spielen muss, haben viele da keinen Bock drauf. Den DESASTERKIDS und ihrem Support BLACK TOOTH SCARES war das jedoch relativ egal. Beide haben Alles gegeben und abgeholt, was möglich war. Zwei wirklich gute Acts an einem Abend hat man nicht so oft und wenn es in einer familiären Atmosphäre wie dieser stattfindet ist es direkt nochmal um Einiges schöner. Eventuell war es nicht das beste Konzert aber es war definitiv kein Schlechtes!



Für mehr Zeug von mir:



Schon gehört? - Counterparts - "Private Room"


Ich habe ja hier vor kurzem von der COUNTERPARTS Show im Naumanns berichtet und nun melden sich die Jungs aus Kanada zurück und ballern uns mit der Drei Track-EP „Private Room“ eine Kostprobe um die Ohren, welche es in sich hat.


Die EP ist kurz also halte Ich mich auch kurz.
Der Song „Monument“ ist nämlich mit seinen 1:50 auch nicht gerade lang. Der Song erinnert sehr an die Anfänge der Band und geht in die Richtung von „The Current Will Carry Us“.
Wenig melodisch, straight forward und ohne große Kompromisse bieten die Jungs um Brendan Murphy uns ein Manifest aus harten Riffs, einem hohen Tempo und unbarmherzigen Gebrülle ohne Gleichen.
Ich muss sagen, dass Ich mit dem Song erst nicht warmgeworden bin, da Ich das etwas melodischere Zeug der Gruppe bevorzuge aber nach mehrfachem hören der EP gefällt er mir sehr. Dieses kurze Gitarrenspiel bevor dann die geballte Wut losbricht ist einfach ganz großes Kino und das unter Zwei Minuten.

Selfishly I Sink“ ist dann wieder um einiges emotionaler.
Wir haben einen Wechsel des Tempos und der Stimmung drin, diese ist erst eine Fortsetzung zu „Monument“, geht dann in einen recht langsamen Part über, der wirklich fantastisch ist, nur um dann wieder auf die extreme Schiene zu wechseln. Das Ganze geht so weiter, bis wir uns im letzten Drittel des Songs befinden, wo uns ein Breakdown an den Kopf geworfen wird, der sich dann mit dem melodischeren Part verbindet. Unfassbar guter Song!


Mit „We Forgive“ sind wir dann auch schon beim letzten Song und Ich merke eine absteigende Leiter der Härte. Dieser Song ist nämlich wie der melodische Teil von „Selfishly I Sink“.
Das gefällt mir sehr, da man damit die Alben der Jungs in einer EP gut spiegelt und damit jeder Fan glücklich, mit mindestens einem Song ist. „We Forgive“ ist dabei durchgehend melodisch in seiner Instrumentierung und auch die Vocals sind weniger brutal und mehr gefühlvoll, er erinnert dabei an die alten Songs von BEING AS AN OCEAN.

Was auch wichtig ist, wenn man über COUNTERPARTS redet, sind die Texte.
Diese sind gewohnt gefüllt mit Selbstzweifel und tiefer Trauer, dabei wirken sie nicht altbacken oder Sonstiges. Die Gruppe kann diese Art Lyrics einfach!


Das war es dann auch schon, keine 10 Minuten und man ist fertig mit dem ersten Durchlauf.
Und wie ist es?

Nun.

Fazit:
„Private Room“ ist einfach COUNTERPARTS, wenn ihr sie noch nicht kennt und nicht wisst wie ihr anfangen sollt, diese EP ist ein guter Einstieg.
Ihr liebt die Jungs? Diese EP ist eine wunderbare Ergänzung zu ihrem Gesamtwerk.
Ihr mögt nicht alle Songs der Jungs, sondern nur die eines bestimmten Albums? Ihr findet hier mindestens einen Song der euch gefällt.
Brutal, melodisch und emotional. Alles in einen Topf gekippt und ihr habt COUNTERPARTS und diese EP. Diese Sieben Minuten werdet ihr nicht bereuen!

8/10 Punkten
Counterparts sind zurück, also so halb.
Eine kleine Ergänzung zu ihrem Gesamtwerk, mehr ist „Private Room“ nicht, mehr will es aber auch nicht sein und diese Sieben Minuten tun Niemandem weh.



Für mehr Zeug von mir:

Schon gehört? - The Amity Affliction - "Misery"


The Amity Affliction sind zurück und bringen uns mit „Misery“ ein weiteres Album voller depressiver Texte, Herzschmerz und der ganzen Emocore Kiste.
„This Could Be Heartbreak“ hatte sich 2016 zu meinem Album des Jahres gemausert und daher war Ich äußerst gespannt. Nachdem sie die Single „Ivy (Doomsday)“ veröffentlichten sogar sehr gehyped und dann als das Album erschien, musste Ich direkt einen langen Spaziergang auf mich nehmen um das Album in Gänze genießen zu können.
Ich kann jetzt schon sagen, Ich war sehr überrascht von der Platte.


Das Album beginnt direkt mit „Ivy“ und hooked mich direkt erneut mit seinen cleanen und melancholischen Strophen und dem unfassbar guten Refrain, welcher von einem sehr guten Breakdown geschlossen wird und auch in Sachen Songwriting grandios ist! Dieser Song ist so unfassbar großartig, dass es einer der Besten sein könnte, die Amity jemals verfasst hat.

Im Anschluss finden wir die zweite Single „Feels like I‘m Dying“ welche dann komplett was Anderes ist. Diesen Song sah Ich erst als Totalausfall. Der Refrain zu experimentel, das Amity Feeling fehlte und auch so fand Ich ihn sehr langweilig aber direkt der zweite Durchlauf war etwas Anderes. „Feels Like I‘m Dying“ ist nämlich sehr vielseitig und geht einfach ins Ohr, was durch die Skurrilität aber auch das Ungewohnte kommen mag. Er ist definitv gewöhnungsbedürftig aber keineswegs schlecht, denn die gewohnte Härte ist trotz des Electroparts vorhanden, auch wenn dieser etwas zu dominant ist!

Mit „Holier than Heaven“ brechen Amity dann mit ihrem eigenen Experiment. Der Track ist melodisch, dann wieder hart und bringt uns dann ein Breakdown, mit Vocals die nur von einem Dämon kommen können. Das ist Amity Affliction in Reinform und der Track lockert das ganze Konstrukt aus eher anderen Songs sehr auf.

Es folgt mit „Burn Alive“ der Song welchen Ich bisher am meisten gehört haben dürfte.
Dieser Song ist großartig und kann als Konkurrent von „All Fucked Up“ gesehen werden. Hier stimmt Alles! Der Grad des Experimentellen, die cleanen Parts und auch die Härte. Dazu noch eine gute Prise der Amity-Lyrik und man hat einen wunderbaren Song.

Kommen wir zum Titeltrack, kommen wir zu „Misery“.
Misery startet etwas wie „Feels like I‘m Dying“ und setzt dann zu einer cleanen Strophe an.
Das ist noch schön und gut aber dann kommt der Refrain. Verzogene Stimme und seichtes Gescreame, Nichts weiter. Dann die nächste Strophe und Repeat. Gegen Ende haben wir dann noch einen Breakdown, den Enter Shikari so schon Zehn Mal gemacht hat, nur besser.
Der Song versucht einzigartig zu sein, vergisst dabei aber leider, dass er auch gut sein sollte. Er ist langweilig, krankt an Abwechslung und auch die Lyrics sind einfach nichts Besonderes.
„Misery“ ist als Titeltrack leider ein absolut verunglücktes Experiment, was mäßige Ansätze, sehr schlecht umsetzt!

Nach „Kick Rocks“ und „Black Cloud“ welche ebenfalls sehr Amity typisch sind folgt "D.I.E", einer der umstrittensten Songs des Album.
We‘re gonna D.I.E, We‘re all gonna die“ und immer so weiter. Kurze Strophen, und gewohnte Melodik gemischt mit gewohnter Härte. Ich persönlich finde des Song gut, er krankt nur leider an dem sehr simplen um schon fast poppigen Text. Ich kann mir zwar durch das Video denken wohin man hiermit will aber lyrisch gesehen ist der Song leider eine Flaute, wobei er musikalisch wirklich gut ist und auch im Kopf bleibt.

Es folgen „Drag the Lake“ und „Beltsville Blues“. Letzterer ist dann nochmal komplett was Anderes. Klassischer Metalcore verbunden mit Heavy Metal artigen Riffs. Das klingt komisch funktioniert aber überraschend gut und der Song entwickelt sich bei mehrfachem Hören zu einem der Songs des Albums.

Mit „Set Me Free“ und „The Gifthorse“ beenden wir das Album und meine Güte „The Gifthorse“.
Der Abschlusssong ist leider alles andere als ein guter Abschluss. Er ist langsam, geht kein Stück ins Ohr und danach ist es vorbei, weswegen es schwer fällt nicht einfach weiterzuklicken.
Gegen Ende wird er dann noch mal etwas pompöser und alles wird vermischt, das hört sich dann wieder ganz gut an, hält aber leider auch nur 30 Sekunden und dort hinzukommen ist eine reine Geduldsprobe.


Hier das Video zu "D.I.E", guckt aber am besten erst die anderen Beiden, da ihr sonst die Geschichte der Videos nicht verstehen werdet.

Puh, ein Fazit zu ziehen wird echt nicht leicht!
Ich habe viel von „Misery“ erwartet, lange drauf gewartet und die Singles sehr gemocht. Habe die Song Snippets mit Genuss gehört und sehnsüchtig auf Null Uhr gewartet um das Album auf Spotify zu hören. Der erste Durchgang war sehr mau und es machte erst beim dritten Hören wirklich Klick und die ersten Songs blieben hängen. Mit jedem weiteren Mal, war meine Meinung zu dem Album anders. Ich mag alle Songs außer „Misery“ und „The Gifthorse“, die Beiden finde Ich absolut öde und skippe sie, so ziemlich, jedes Mal. Dann gibt es aber auch wieder „Ivy“, „Burn Alive“ oder auch „Holier than Heaven“, welches dieses Album auf eine ganz andere Stufe heben.
Kurzum, Ich war mir noch nie so unsicher ein Album zu bewerten aber Ich denke nach ca. Acht mal hören, kann Ich langsam auf einer Meinung stagnieren.

6,5/10
The Amity Affliction experimentieren mit „Misery“ und begeben sich in andere, unerforschte Gefilde. An der einen Ecke klappt das sehr gut und an der anderen scheitert das glorreich.
Misery“ gefällt mir aber schafft es für mich auf lange Sicht nicht mal ansatzweise an „This Could Be Heartbreak“ zu kommen!


Für mehr Zeug von mir:


Wie war eigentlich: Das Highfield Festival 2018 | Festivalbericht |


Ich war nun schon auf so einigen Festivals, dieses Jahr zähle Ich drei und für nächstes Jahr sind bereits die nächsten drei relativ fest geplant. Nun war Ich auch auf dem Highfield Festival 2018 in der Nähe von Leipzig am Störmthaler See und was soll Ich sagen, Ich war noch nie so zwiegespalten, was ein Festival angeht.

Vorab muss Ich sagen, dass Ich hier keine großen Geschichten, Anekdoten oder sonst was erzählen werde. Dazu ist ein Podcast mit der liebe Jule von Musikmanie (www.musikmanie.de) geplant, der das alles abdecken wird. Hier werde Ich ausschließlich das Festival in allen Kategorien bewerten, die Ich bewerten kann.
Dazu gibt es hier keine Bewertung zum Line-Up, dieses ist nämlich Geschmackssache. Es war für jeden etwas dabei, das sollte als Info reichen!


-Die Anreise und der Camping Ground-
Beginnen wir an dem Punkt, an dem jedes Festival anfängt und einige sogar schon scheitern, die Anreise. Diese war eine recht positive Erfahrung. Vom Hauptbahnhof in Dresden ohne Probleme nach Leipzig und von da aus in ein Shuttle, Richtung Festival. Das ist unkompliziert und mit Sieben Euro auch preislich vertretbar. Mit dem Bändchen kann man nämlich immer wieder nach Leipzig und zurück fahren, was ziemlich nützlich sein kann.
Dann kam aber auch schon der erste negative Punkt, der Zeltplatz.
Dieser ist zwar sehr überschaubar und man ist relativ schnell am Infield ABER auf dem Zeltplatz findet man viele Zäune, die einem den direkten Zugang verwehren. Bevor wir nämlich erfahren haben, dass wir auch auf dem VIP Platz campen dürfen, hatten wir unser Zelt am Green-Camping aufgeschlagen, nun wollten wir von da zum Infield und mussten einfach durch den kompletten Campground des Green-Campings, da es nur einen Ausgang von diesem gab und zwar ganz vorn.
Der Rest wurde mit Zäunen abgegrenzt, welche sich als völlig sinnfrei herausstellten, da auf der anderen Seite ebenfalls Zelte standen. Generell hielt man sich nicht mehr an die Grenzen, in denen man Zelte aufstellen durfte, was ein Indiz dafür ist, dass man zu wenig Platz hat.
Also Fazit dazu:
Der Platz war Recht kompakt und die Laufwege sind okay, dazu der große Pennymarkt in der Mitte des Weges. Leider ist der Platz recht chaotisch und wird durch Zäune und zu wenig Ausgänge sehr begrenzt. Das ist schade und muss nicht unbedingt sein!


-Das Infield, die Akustik und die Bühnen-
Kommen wir zu dem wohl wichtigsten Aspekt eines Festivals, das was Jenseits des Campingplatzes passiert.
Als wir in das Infield wollten, kam sogar direkt wieder ein negativ Punkt, der Einlass. Ein Eingang, nicht alle „Schleusen“ geöffnet und nicht überdacht, was in Anbetracht der wirklich brennenden Sonne anstrengend wurde. Dazu noch kaum Kontrollen, was Ich aber generell überall bemerkte.
Bei einigen SeCus kam man ohne Probleme mit einer normalen Tasche durch, bei einigen wurde selbst der durchsichtige Beutel genaustens kontrolliert. Einige werden jetzt sagen „Ist doch gut, wenn es wenig kontrolliert wird! Es geht schneller und Ich kann mein eigenes Getränk mitnehmen.“
Jein, klar ist es schön, wenn man kein Geld für überteuerte Festival-Getränke bezahlen muss aber es ist wichtig, dass man Kontrollen hat, die auch als Kontrolle wahrgenommen werden! So kann nämlich auf gar keinen Fall etwas passieren und seid mal ehrlich, ihr wollt doch auch Sicherheit oder?
Das ist nur ein kleiner negativ Punkt und Nichts super schlimmes aber trotzdem verbesserungswürdig!
Was allerdings sehr positiv war, waren die Bühnen und die Akustik. Letztere war, fast immer, sehr gut. Wenn man eine Band hören wollte, hat man genug Orte gehabt, an welchen das ohne Probleme möglich war, einige zwar ohne Sicht auf die Bühne, an diesen Orten war dann aber viel Platz um sich auszuruhen, da Niemand da war. Dazu waren die Stages beide wirklich groß und davor war sehr viel Platz, leider gab es auch hier ein Problem.
Vor der Bühne gab es für alle ohne VIP-Bändchen einen separaten Einlass, um in die vorderen Reihen zu kommen, das Ganze kann ganz nützlich sein, hätte man einen normal breiten Eingang.
Der Eingang dazu waren jedoch zwei „Schleusen“, durch welche immer nur eine Person passt. Das ist bei den kleineren Bands kein Problem aber sobald die 18 Uhr Slots anfangen, also sowas wie die 257ers, die Donots oder auch die Headliner, wird das sehr eng und dauert lang. Die Schlange bei Alligatoah war so lang, dass man knapp eine Viertelstunde warten musste, bis man vor die Bühne kam, dazu haben die Leute noch gedrängelt und geschoben, weil sie dachten sie kommen nicht vor die Stage. Natürlich ist das um Ordnung zu behalten und es vor der Bühne nicht zu voll werden zu lassen ABER das kann man besser lösen!
Breitere Eingänge würden reichen um Gedränge und schlechte Stimmung abzuhalten, so ist es aber ein sehr negativer Punkt dieses Festivals und etwas, dass Ich noch nie gesehen habe.
Also Fazit dazu:
Die Akustik ist super, das Infield sehr groß und wenig Gedränge außerhalb der Bühnen. Jedoch sind die separaten Eingänge bei den großen Bands so überfüllt, dass man teilweise einfach keine Lust hat, nach vor zu gehen und das verdirbt einem wirklich sehr viel. Das ganze scheitert dabei an einigen kleinen aber sehr scharfen Ecken!


-Essen, Trinken und Sanitäranlagen-
Natürlich übersteht man ein Festival nicht, ohne Verpflegung und etwas Hygiene.
Was soll man sagen, die Stände auf dem Infield hatten etwas für jeden Geschmack (HEHE), egal ob Burger, Asiatisch, Vegan, Vegetarisch oder Süßkram, alles war vorhanden. Jedoch war es unsagbar teuer. Natürlich, es ist Festival aber Vier Euro für ein normales Getränk plus zwei Euro Pfand für einen Becher, welcher so dünn ist dass er gern mal kaputt geht ist zuviel! Ich muss dazu sagen, dass meine Becher immer an Viva con Agua gehen, daher ist mir der Pfand egal aber Vier Euro für ein Getränk auszugeben überlege Ich mir mehrmals.
Dazu die Preise für Essen, fünf Euro für eine kleine Box mit gebratenen Nudeln. Ja es ist alles frisch und lecker aber mehr als übertrieben!
Die Sanitäranlagen waren dafür sehr positiv. Relativ sauber und auch reichlich Dixis, dazu viele Schließfächer. Nur gab es lange Schlangen vor den „Normalen“ Toiletten, was eben dafür spricht, dass es davon wohl zu wenig gab. Trotzdem bleiben die sanitären Einrichtungen positiv in meinem Kopf.
Also Fazit dazu:
Die Verpflegung war gut (besonders das Essen) dafür aber unsagbar teuer.
Die sanitären Anlagen waren positiv aber teilweise sehr überlaufen.


-Menschen: Von Angestellten und dem Rezipienten-
Kommen wir zu dem Punkt welcher durchgehend positiv war. Die Gesichter des Festivals.
Egal ob SeCu, Kassenpersonal oder auch die Leute am Einlass, Niemand war pampig oder sonstiges. Dazu noch ein Publikum, welches zu jedem Künstler feiert, egal ob man diesen kennt oder nicht. Die Stimmung auf dem Festival war positiv, selten gestresst und selbst im strömenden Regen und kurz vorm Abbruch sang das Volk zu den Hymnen der Dropkick Murphys oder ließen sich von Alligatoahs sanfter Akustikshow begeistern. Sehr positiv war die Security! Diese machte nämlich jeden Mist mit. Die Band sagte „Auch die Security springt!“ und sie sprangen, sangen mit und spritzten Leute mit Wasser voll (Leider mussten sie Flaschen nehmen). Das meine Freunde, ist Festival und so muss es sein!
Also Fazit dazu:
Großartige Stimmung egal wann und wo oder bei wem.


Ich schätze mal es ist Zeit für die bedeutenden Frage, ob Ich nochmal auf das Highfield gehen würde.
Die Antwort lautet ganz klar, Nein!
Ich muss dazu sagen, dass Ich etwas Komfort hatte. Klimatisiertes VIP Zelt, seperater Eingang vor die Stage und einen ruhigen Zeltplatz.
Aber Ich schreibe diesen Bericht auch eher für die, die als Nicht-VIP hinfahren.
Ein viel zu chaotischer und harter Zeltplatz, in dessen Boden kaum ein Hering geht (Natürlich nicht die Schuld des Highfields aber trotzdem sehr nervig), wenige Eingänge zum Infield, teurer als meine Stammfestivals, nerviger Eingang zu den ersten Reihen vor der Stage. Natürlich, die positiven Punkte sind zahlreicher als die negativen aber für mich wiegen die negativen leider wesentlich mehr. Ich mag die Stimmung, das Line-Up, das Infield, die Stages und vor allem die Akustik. Die Menschen sind super, der Preis ist legitim und auch die Ausstattung ist gut aber auf einem Zeltplatz sollte Ordnung herrschen und Ausgänge sollte man nicht suchen müssen.
Wenn man nur einen Eingang hat, sollte man auch alle „Schleusen“ benutzen, vor allem am Anfang des Tages! Man braucht keinen seperaten Eingang zur ersten Reihe, das bringt oft das Chaos, welches man vermeiden will. Dazu sind vier Euro für ein Getränk viel zu viel, vor allem bei 28 Grad ohne Schatten!
Trotzdem habe Ich eine Empfehlung fürs Highfield, nämlich wenn Ihr in Leipzig unterkommen könntet, denn dann fahrt ihr Morgens mit dem Shuttle hin und Abends zurück, damit negiert ihr den Großteil der negativen Punkte und müsstet nur zum Infield und zurück laufen. Dafür habt ihr es Abends gemütlich und wacht am Morgen nicht in einer Sauna auf.
Wenn ihr über diese negativ Punkte hinwegsehen könnt und die positiven Punkte genauso gut findet wie Ich, dann ist das Highfield sicher etwas für euch. Sollte ihr aber sehr viel auf Zeltplatz und gute Organisation legen, dann solltet ihr eventuell doch etwas weiter zum Ring oder dem Hurricane fahren!
Im Kern ist es immer noch sehr subjektiv. Wenn ihr wieder hinfahren wollt, wünsche Ich euch viel Spass im nächsten Jahr. Wenn nicht, dann halt nicht!


Ich hatte trotzdem sehr viel Spass, habe viele neue Bands mitgenommen und alte endlich mal wieder gesehen. Danke nochmal an die gute Jule, welche mit einfach mitgenommen hat und Danke an Impericon für die Möglichkeit des VIP Bändchens.

Ein paar genauere Anekdoten, Band-Highlights und Co. hört ihr dann im Podcast. Checkt dafür einfach immer mal wieder Instagram und SoundCloud, außerdem wird er nach dem Erscheinen, hier ( ) eingefügt.
Wenn ihr Verbesserungen, eigene Ansichten und Co. Habt, kommentiert doch bitte hier oder bei Instagram, bleibt nur bitte sachlich!



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